Erste Worte von Sinem Dedetaş nach der Operation: 'Kein Dienst bleibt ungestraft'
Nach der Festnahme von 20 Personen im Rahmen einer Untersuchung gegen die Stadtverwaltung Üsküdar äußerte sich Bürgermeisterin Sinem Dedetaş über den Journalisten İsmail Saymaz. Dedetaş wies die Vorwürfe bezüglich der Bau- und Genehmigungsverfahren zurück und erklärte, dass Spenden und Zuwendungen in der Gemeinde untersagt seien.
Im Rahmen einer Untersuchung gegen die Stadtverwaltung Üsküdar in Istanbul wurden 20 Personen festgenommen, darunter auch ein stellvertretender Bürgermeister. Es wurde bekannt, dass im Zuge der Ermittlungen an zahlreichen Adressen Durchsuchungen durchgeführt wurden.
Nach den Entwicklungen teilte Bürgermeisterin Sinem Dedetaş ihre erste Einschätzung in einem Gespräch mit dem Journalisten İsmail Saymaz am Morgen mit.
AM MORGEN INFORMIERT
Der Journalist İsmail Saymaz erklärte, er habe am Morgen mit Dedetaş gesprochen und berichtete, dass die Bürgermeisterin gegen 07.30 Uhr von der Untersuchung erfahren habe. Während des Gesprächs war Dedetaş auf dem Weg zur Stadtverwaltung.
ERKLÄRUNG ZU BAU- UND GENEHMIGUNGSVERFAHREN
Bezüglich der als Grund für die Operation angeführten „Bau“-Vorwürfe erklärte Dedetaş, dass nach ihrem Amtsantritt eine neue Regelung für die Bau- und Genehmigungsverfahren in der Gemeinde eingeführt worden sei.
Dedetaş gab an, dass diese Prozesse zuvor von der oberen Führungsebene der Gemeinde geleitet wurden und diese Struktur in der neuen Amtszeit geändert wurde. Sie betonte, dass jegliche Forderung nach Spenden oder Zuwendungen im Rahmen von Bau- und Genehmigungsverfahren strikt untersagt sei, und erklärte, dass in der Gemeinde in dieser Hinsicht keinerlei Spenden entgegengenommen oder gefordert würden.
Zu der im Rahmen der Untersuchung festgenommenen technischen stellvertretenden Bürgermeisterin Filiz Deveci äußerte sich Dedetaş ebenfalls und bezeichnete Deveci als eine erfahrene Führungskraft. Sie sagte, Deveci sei von der Stadtverwaltung Istanbul gekommen und habe während ihrer Amtszeit mit großem Engagement gearbeitet.
BETONUNG AUF „KEIN STRAFBARER TATBESTAND“
Dedetaş erklärte, dass es keine Vorgänge gebe, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen der Untersuchung einen Straftatbestand erfüllen würden. Dedetaş betonte, dass die Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprächen und sagte: „Kein Dienst bleibt ungestraft“.
In ihrer Erklärung wies sie zudem darauf hin, dass gegen sie persönlich keine Maßnahmen vorlägen, und hielt fest, dass in den Bau- und Genehmigungsverfahren keine Praktiken zur Erlangung von Vorteilen zugelassen seien und ein solcher Austausch nicht stattgefunden habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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