FETÖ-Anführer Fetullah Gülen gestorben: Die Komplotte der Organisation und ihre Zielpersonen wieder im Fokus
Der Tod des FETÖ-Anführers Fetullah Gülen, der am 20. Oktober in Pennsylvania verstarb, hat die vergangenen Komplotte und Attentate der Organisation wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte gerückt. Hier sind einige der Personen, die in der Vergangenheit ins Visier der FETÖ gerieten...
Es wurde berichtet, dass der Anführer der Fethullahistischen Terrororganisation (FETÖ), Fethullah Gülen, verstorben ist. Die Nachricht von Gülens Tod wurde zuerst von der Organisation nahestehenden Internetseiten verbreitet. Während Mitglieder der Organisation den Tod des in Pennsylvania lebenden Gülen bestätigten, gab sein Neffe Ebuseleme Gülen in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account bekannt, dass er am 20. Oktober verstorben sei.

FIEL AUF DEN GLEICHEN TAG WIE DER ERGENEKON-PROZESS
Nach Gülens Tod begannen die vergangenen Morde und Komplotte der FETÖ in den sozialen Medien und in der Öffentlichkeit erneut diskutiert zu werden.
Das Datum des 20. Oktober fällt auch mit dem Tag zusammen, an dem die erste Anhörung im Ergenekon-Prozess stattfand, einem der größten Komplotte der FETÖ. Während des Ergenekon-Prozesses wurden Hunderttausende Menschen abgehört, Tausende überwacht und Hunderte inhaftiert. Einige der Opfer dieser Komplott-Prozesse verstarben, bevor sie ihre Unschuld beweisen konnten.
HIER SIND DIE NAMEN IM VISIER DER FETÖ
Die vergangenen Verbrechen der FETÖ beschränken sich nicht nur auf Komplott-Prozesse. Die Organisation nahm viele Personen ins Visier, die sie als Gegner betrachtete. Hier sind einige dieser Namen:
ALİ TATAR
Oberstleutnant Ali Tatar beging Suizid, nachdem im Rahmen des Prozesses um das „Attentat auf Admirale“ zum zweiten Mal ein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden war. Dieser Vorfall wurde zu einem der schmerzhaftesten Beispiele dafür, wie die FETÖ das Rechtssystem missbrauchte.

DEFNE JOY FOSTER
Die berühmte Schauspielerin und DJane Defne Joy Foster verstarb im Jahr 2011. Ihr Tod wurde lange Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert, und es kamen Behauptungen auf, dass Foster aufgrund ihrer Social-Media-Beiträge gegen den FETÖ-Anführer Gülen ins Visier geraten sein könnte.
Mit Gülens Tod wurden die vergangenen Verbrechen der Organisation und die von ihr geschädigten Personen erneut zum Thema. Süleyman Pehlivan, einer der Staatsanwälte in Komplott-Prozessen wie „Attentat auf Admirale“ und „Balyoz“, wurde wegen FETÖ-Mitgliedschaft vor Gericht gestellt und zu 13 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.

DIE FÄLLE TÜRKAN SAYLAN UND HABLEMİTOĞLU
Eine der Personen, die von der FETÖ ins Visier genommen wurden, war Prof. Dr. Türkan Saylan, die Gründerin der Vereinigung zur Unterstützung des zeitgenössischen Lebens (ÇYDD). Das Haus von Saylan wurde während ihrer Krankenhausbehandlung von FETÖ-nahen Polizisten durchsucht; sie verstarb, bevor ein Prozess gegen sie eröffnet werden konnte.
Der Akademiker Doç. Dr. Necip Hablemitoğlu hingegen kam 2002 bei einem Attentat vor seinem Haus in Ankara ums Leben. Laut der Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft Ankara steckte ebenfalls die FETÖ hinter diesem Attentat. Hablemitoğlus Ehefrau, Prof. Dr. Şengül Hablemitoğlu, äußerte sich zu Gülens Tod mit den Worten: „Möge er in der Hölle schmoren, die Bösen gehen, aber ihr Unheil setzt sich über Generationen fort...“

Nachrichtenquelle: 12punto
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