Erster Schritt des Machtplans für die Zeit nach Erdoğan enthüllt: Der stärkste Kandidat für die Nachfolge...
Der Journalist Deniz Zeyrek bewertete die Entlassung von Fahrettin Altun und die Ernennung von İbrahim Duran zu seinem Nachfolger als „ersten Schritt des Machtplans für die Zeit nach Erdoğan“. Zeyrek zufolge wird in AKP-Kreisen der Name von Hakan Fidan als stärkster Kandidat für das Präsidentenamt gehandelt.
Der Journalist Deniz Zeyrek äußerte in seiner Kolumne bemerkenswerte Einschätzungen zu dem Personalwechsel, der in den Kulissen der AK-Partei für Aufsehen sorgte. Zeyrek äußerte sich zur Entlassung des Kommunikationsdirektors des Präsidenten, Fahrettin Altun, und dessen Ersetzung durch İbrahim Duran: „Ich habe meine Quellen in der AK-Partei gefragt, und die meisten Antworten waren gleich: ‚Es war keine Überraschung, wir haben damit gerechnet‘.“
Zeyrek argumentierte, dass dieser Wechsel nicht nur eine bürokratische Amtsübergabe sei, sondern ein Zeichen dafür, dass sich die Szenarien für die „Zeit nach Erdoğan“ zu formen beginnen.
„WENN HAKAN FİDAN KANDIDAT WIRD, IST DAS KEINE ÜBERRASCHUNG“
Zeyrek lieferte in seinem Artikel eine markante Interpretation der Hintergründe des Personalwechsels:
„Diese Erklärung ist ein klarer Ausdruck dafür, dass Erdoğan (aufgrund der Verfassung) nicht erneut kandidieren kann und die AK-Partei einen neuen Präsidentschaftskandidaten benötigen wird, um ihre Macht zu sichern. Es ist nicht schwer, diesen Namen ausgehend vom Wechsel Altun-Duran zu erraten.“
Der erfahrene Journalist betonte, dass Hakan Fidan als stärkster Präsidentschaftskandidat des Machtblocks für die Zeit nach Erdoğan hervortreten werde, und sagte: „Der Aufstieg dieses Namens wäre keine Überraschung.“
Zeyrek schrieb, dass Altun im Präsidialsystem „mehr Befugnisse und ein größeres Budget als Minister“ genutzt habe, was laut Informationen aus AKP-Kreisen zu Unmut innerhalb der Partei geführt habe.
Zeyrek zitierte eine Quelle mit den Worten: „Er hatte sich einen riesigen Spielraum geschaffen und lag sogar mit der Familie über Kreuz“, und wies darauf hin, dass Altun auch offene Spannungen mit der Sabah-ATV-Gruppe erlebt habe.
Zeyrek erklärte: „Ich habe meine Quellen in aller Naivität gefragt: ‚Wir dachten, er würde Botschafter oder Minister werden.‘ Die Antwort, die ich erhielt, war immer dieselbe: Das stand nie zur Debatte.“
Zeyrek kommentierte auch Altuns neuen Dienstort, die Türkische Institution für Menschenrechte und Gleichstellung (TİHEK), und bezeichnete diese Ernennung als „Herabstufung“.
„Es ist eine Institution mit einem Budget von 16 Millionen TL, an einem abgelegenen Ort, an dem die meisten Anträge ergebnislos bleiben. Die Ernennung auf diesen Posten ist kein Aufstieg für die politische Karriere, sondern ein Rückzug“, urteilte er.
WAS PASSIERT, WENN ERDOĞAN NICHT KANDIDIEREN KANN?
Nach der geltenden Verfassung erfordert eine dritte Kandidatur Erdoğans eine Verfassungsänderung oder vorgezogene Neuwahlen. Es gibt jedoch weder die für eine Verfassungsänderung erforderliche Mehrheit, noch lässt Erdoğan die Tür für vorgezogene Neuwahlen offen.
Erdoğan hatte die Diskussionen über vorgezogene Neuwahlen kürzlich mit der Aussage „Da sich die Verfassung und das Wahlgesetz nicht geändert haben, finden die Wahlen im Jahr 2028 statt“ vorerst beendet.
Nachrichtenquelle : 12punto
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