Kulissen-Informationen zur bedingten Haftentlassung von Selahattin Demirtaş: Diese Möglichkeit gewinnt an Bedeutung
Nach dem Urteil des EGMR über eine Menschenrechtsverletzung wurde gegen Selahattin Demirtaş, dessen Freilassung erwartet wurde, aufgrund seiner Reden in Mersin und Diyarbakır ein neues Verfahren wegen „Beleidigung des Präsidenten“ eingeleitet. Der Korkusuz-Autor Can Coşkun erklärte, dass diese Entwicklung darauf hindeute, dass Demirtaş mit einer bedingten Haftentlassung konfrontiert werden könnte.
Gegen den ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş, der seit 9 Jahren inhaftiert ist, wurde nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) und inmitten der Erwartungen auf eine Freilassung ein neues Verfahren eröffnet.
Das betreffende Verfahren wurde aufgrund des Vorwurfs eingeleitet, Demirtaş habe in seinen Reden in Mersin und Diyarbakır den Präsidenten beleidigt. Diese Entwicklung führte zu Interpretationen, dass Demirtaş in der kommenden Zeit politisch und rechtlich mit einer „bedingten Haftentlassung“ konfrontiert werden könnte.
"DIE MÖGLICHKEIT EINER BEDINGTEN HAFTENTLASSUNG GEWINNT AN KRAFT"
Der Kolumnist der Zeitung Korkusuz, Can Coşkun, äußerte sich zu dem neuen Verfahren gegen Demirtaş.
Coşkun erinnerte in seinem Artikel daran, dass Demirtaş weiterhin wegen des Vorwurfs der "Beleidigung des Präsidenten" in einer Verfahrenskette angeklagt bleibt, und gab an, dass mit diesen Klagen eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten bis zu 7 Jahren gegen Demirtaş gefordert werde.
Coşkun erklärte zudem, dass die Eröffnung dieses Verfahrens ein Schritt sei, der die Wahrscheinlichkeit einer baldigen "bedingten Haftentlassung" für Demirtaş erhöhe, und sagte: "Dass dieses Verfahren ausgerechnet vor der möglichen Nachricht einer Freilassung beginnt, zeigt, dass Demirtaş sowohl politisch als auch rechtlich mit einer bedingten Haftentlassung konfrontiert sein wird."
DETAILS ZUM VERFAHREN IN MERSIN
Das gegen Demirtaş eingeleitete Verfahren stützt sich auf seine Reden in Mersin und Diyarbakır. In der Verhandlung vor dem 14. Strafgericht erster Instanz in Mersin wurden vier separate Klagen wegen des Vorwurfs der "Beleidigung des Präsidenten" zusammengelegt und verhandelt.
Es wird geäußert, dass dieses Verfahren die Wahrscheinlichkeit einer "bedingten Haftentlassung" von Demirtaş politisch und rechtlich stärke.
Nach dem Urteil des EGMR, das die langjährige Inhaftierung von Demirtaş als Rechtsverletzung einstufte, waren in der Öffentlichkeit große Erwartungen an seine Freilassung entstanden.
Doch das neue Verfahren und die erhobenen Vorwürfe könnten ein Hindernis für diesen Prozess darstellen. Coşkun weist darauf hin, dass dieser Prozess für Demirtaş sowohl rechtlich als auch politisch den Beginn einer neuen Ära markieren könnte.
VORWURF DER "BELEIDIGUNG DES PRÄSIDENTEN"
Der Vorwurf der "Beleidigung des Präsidenten" gegen Demirtaş bleibt eines der aktuellsten Themen der politischen Debatten in der Türkei. Demirtaş, gegen den aufgrund seiner Reden in Mersin und Diyarbakır ermittelt wird, droht bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten bis zu 7 Jahren.
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