Überraschende Behauptung zur Zwangsverwaltung bei Can Holding: Steckt Mehmet Şimşek hinter der Operation?
Der Cumhuriyet-Kolumnist Mustafa Balbay berichtete über die Einschätzungen in Ankara bezüglich der Hintergründe der Operation gegen die Can Holding. Balbay schrieb, dass Warnungen aus den USA sowie das Beharren von Finanzminister Mehmet Şimşek eine entscheidende Rolle bei der Operation gespielt hätten.
Der Cumhuriyet-Kolumnist Mustafa Balbay äußerte sich bemerkenswert zur Operation gegen die Can Holding, die am 11. September durchgeführt wurde. Balbay erklärte, dass sowohl die sichtbaren als auch die verborgenen Aspekte der Operation Hinweise auf den allgemeinen Zustand der Wirtschaft und deren Verwaltung gäben.
Balbay betonte, dass die Medien- und Bildungsaspekte lediglich „fassadenhaft“ wirkten und das eigentliche Thema Finanzkriminalität sei. Er äußerte die Hoffnung, dass die Bildungs- und Medieneinrichtungen von dem Prozess nicht beeinträchtigt werden.
Laut Balbays Artikel spielte Finanzminister Mehmet Şimşek eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für die Operation. Zu den Hauptgründen, die Şimşek unter Druck setzten, zählte der Druck von US-Behörden, die für die Bekämpfung von Geldwäsche und Schmuggel zuständig sind.
Die betreffenden Institutionen warnten Ankara davor, dass der Geldkreislauf in Milliardenhöhe die Türkei unter Druck setzen könnte und das Land erneut mit einem „Graue-Liste“-Verfahren konfrontiert werden könnte, wie es in der Vergangenheit bereits der Fall war.
UNTERSCHIEDLICHE ANSICHTEN INNERHALB DER REGIERUNG
Während darauf hingewiesen wurde, dass es innerhalb der Regierung Kreise gibt, die der Operation skeptisch gegenüberstehen, fiel Şimşeks beharrliche Haltung auf. Es wurde festgehalten, dass der Einstieg der Can Holding in den Medien- und Bildungssektor innerhalb eines Jahres erfolgte und die offiziellen Genehmigungen, insbesondere durch die Wettbewerbsbehörde, in drei Monaten abgeschlossen wurden.
DIE VERGANGENHEIT DER TÜRKEI AUF DER GRAUEN LISTE
Balbay erinnerte daran, dass die Türkei bereits zweimal auf der grauen Liste stand. Die Türkei, die zwischen 2011-2013 und 2021-2024 auf dieser Liste geführt wurde, war international als unzureichend bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung registriert worden.
Es wurde erklärt, dass Şimşek sensibel agiere, um eine Wiederholung dieser Situation zu verhindern.
Balbay wies darauf hin, dass die internen Machtverhältnisse der Regierung, Zukunftskalkulationen und die „außerordentliche Sensibilität“ des Palastes gegenüber möglichen Risiken eine Rolle spielten. Auch entschlossene Haltungen und der Reflex, Probleme „radikal zu beenden“, hätten zur Gestaltung des Prozesses beigetragen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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