Während die Ermittlungen gegen die İBB andauern, ein weiterer Vorstoß aus dem MHP-Lager... 'Verhaftungen sollten die Ausnahme sein'
Feti Yıldız, eine führende Persönlichkeit der MHP, kritisierte scharf, dass Personen bereits vor der Erstellung einer Anklageschrift als schuldig dargestellt werden. Yıldız betonte, dass Verhaftungen die Ausnahme bleiben müssten und die Unschuldsvermutung nicht verletzt werden dürfe.
Während die Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IMM) andauern, kommen weiterhin bemerkenswerte Erklärungen aus dem MHP-Lager. Die CHP zeigt sich empört über die Tatsache, dass gegen inhaftierte Bürgermeister keine Anklageschriften verfasst werden und Verhaftungen mit dem Argument der "Fluchtgefahr" begründet werden. Auch MHP-Parteichef Devlet Bahçeli hatte bei der letzten Fraktionssitzung die Erstellung einer Anklageschrift im Rahmen der IMM-Ermittlungen gefordert und erklärt, dass er ein transparentes Gerichtsverfahren unterstütze.
"DIE UNSCHULDSVERMUTUNG MUSS RESPEKTIERT WERDEN"
Feti Yıldız, stellvertretender Vorsitzender der MHP für Rechts- und Wahlangelegenheiten, gab eine scharfe Erklärung zu den Anschuldigungen ohne Anklageschrift ab. Unter Hinweis auf die Unschuldsvermutung und den Grundsatz eines fairen Verfahrens sagte Yıldız: "Menschen ohne eine verfasste Anklageschrift als schuldig darzustellen, ist eine Verletzung der Unschuldsvermutung und inakzeptabel." Yıldız erklärte, dass solche Praktiken dem Rechtssystem schaden würden und dass Schuld nur durch Gerichtsurteile festgestellt werden könne.
BETONTE, DASS VERHAFTUNGEN DIE AUSNAHME SEIN SOLLTEN
Feti Yıldız unterstrich zudem, dass Verhaftungen die Ausnahme sein sollten. Yıldız äußerte: "Einer der grundlegendsten Rechtsgrundsätze ist, dass die Verhaftung nur als Ausnahmesituation angewendet werden darf. In jedem Fall einen Haftbefehl zu erlassen, schadet den Grundlagen der Demokratie und des Rechtsstaates."
Feti Yıldız teilte über seinen X-Account folgende Äußerungen:
"Im Strafverfahren ist das 'Anklagesystem' anerkannt.
Wir erfahren durch die Anklageschrift die Tatorte, Zeiten, Beweise, die rechtliche Einordnung, die einschlägigen Paragraphen sowie die angewandten Maßnahmen, die dem oder den Angeklagten zur Last gelegt werden.
Im Strafprozessrecht stehen das staatliche Strafrecht und die Grundrechte und Freiheiten des Verdächtigen/Angeklagten im Konflikt; dieser Konflikt prägt das Verfahren.
In diesem Rahmen wurden im Laufe der Zeit einige grundlegende Verfahrensprinzipien akzeptiert.
Diese Prinzipien sind das Ergebnis einer jahrhundertealten Tradition.
Die Quelle dieser Prinzipien ist nicht nur die Verfassung, sondern auch die Strafprozessordnung (CMK) und die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).
Wir sehen, dass auf Bildschirmen Urteile gefällt werden, während es für die betreffenden Fälle noch nicht einmal eine Anklageschrift gibt.
Der in unserer Verfassung verankerte Grundsatz,
dass 'niemand als schuldig gelten darf, solange seine Schuld nicht rechtskräftig festgestellt ist',
wird leider selbst von juristischen Kollegen nicht beachtet.
Ich möchte noch einmal daran erinnern;
Wie alle gerichtlichen Maßnahmen ist auch die Verhaftung vorläufiger Natur.
Leider wird sie bei uns wie eine Vorabstrafe angewendet.
Die Sozialen-Medien-Gerichte, die an keinerlei ethische Disziplin gebunden sind, schaden dem Recht und der Gerechtigkeit."
Nachrichtenquelle : 12punto
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