Was geschah hinter den Kulissen des Ministerwechsels? 'Die Unstimmigkeit zwischen Ali Yerlikaya und Akın Gürlek...'
Die Hintergründe der von Präsident Erdoğan vorgenommenen Ernennungen in den Ministerien für Justiz und Inneres sind geklärt. Aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen Akın Gürlek und Ali Yerlikaya wurde beschlossen, Mustafa Çiftçi zum Innenminister zu ernennen.
Die Auswirkungen der von Präsident Erdoğan am 11. Februar per Dekret vorgenommenen Personalveränderungen in den Innen- und Justizministerien halten an. Nach der Ernennung des Istanbuler Generalstaatsanwalts Akın Gürlek und des Gouverneurs von Erzurum, Mustafa Çiftçi, stießen beide Personalentscheidungen auf heftige Kritik. Während Oppositionsparteien diese Änderungen scharf verurteilten, kam es im Parlament zu einem Handgemenge, bei dem der CHP-Abgeordnete Mahmut Tanal ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Es zeichnet sich jedoch ab, dass diese Ernennungen einen tieferen Grund haben, wie aus informierten Kreisen zu erfahren ist.
Wie der T24-Autor Tolga Şardan berichtet, war Erdoğans ursprünglicher Plan, Akın Gürlek zum Justizminister zu ernennen. Es wird jedoch behauptet, dass Gürlek eine inkompatible Arbeitsbeziehung zum Innenminister Ali Yerlikaya pflegte. Aufgrund dieser Unstimmigkeiten soll Erdoğan in Erwägung gezogen haben, einen Innenminister zu ernennen, der mit Gürlek harmonisch zusammenarbeiten kann.
DIE ENTLASSUNG VON YERLİKAYA
Nachdem sich Hindernisse für die Ernennung Gürleks zum Justizminister ergeben hatten, wurde beschlossen, den Gouverneur von Erzurum, Mustafa Çiftçi, einen weniger bekannten und eher zurückhaltenden Bürokraten, zum Innenminister zu ernennen.
Çiftçi wurde als geeignete Option für das Innenministerium angesehen, da man davon ausging, dass er eine harmonischere Zusammenarbeit mit Akın Gürlek pflegen würde. Der Hauptgrund für die Entlassung von Ali Yerlikaya war sein inkompatibler Arbeitsstil gegenüber Gürlek.
Ursprünglich wurde erwartet, dass der Istanbuler Gouverneur Davut Gül anstelle von Yerlikaya ernannt würde. Der Grund für die Favorisierung von Güls Namen war seine enge Beziehung zu Bilal Erdoğan. Als sich diese Erwartung jedoch in die Suche nach einem Innenminister wandelte, der mit Gürlek kompatibel arbeiten könnte, rückte der Name Çiftçi in den Fokus.
Mustafa Çiftçi begann seine Laufbahn in der öffentlichen Verwaltung 1996, als er während der Refahyol-Regierungszeit den Kurs für Bezirksgouverneure (Kaymakam) absolvierte. Çiftçi, der in seiner Karriere außerhalb von Erzurum in keiner anderen Großstadt tätig war, fungierte in der Vergangenheit als Büroleiter von İsmail Kahraman. Der neue Innenminister erfuhr am Tag seiner Ernennung gegen 22:00 Uhr durch einen Anruf aus Ankara, dass er das Ministeramt übernehmen würde.
HINTER DER ERNENNUNG VON ÇİFTÇİ STAND KEINE GROSSE VORBEREITUNG
Die Ernennung von Çiftçi hatte einige Fragen darüber aufgeworfen, ob er über genügend Erfahrung verfüge, um eine so mächtige Institution wie das Innenministerium zu leiten.
Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Erdoğans Suche nach einem Namen, der mit Gürlek harmonisch zusammenarbeiten kann, diese Ernennung notwendig machte. Zudem signalisierten die Bemühungen einiger stellvertretender Minister, nach der Entlassung von Yerlikaya an Einfluss zu gewinnen, neue Regelungen, die die bürokratische Struktur verändern werden.
Nachrichtenquelle : 12punto
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