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Große Krise bei Barzani-Besuch: Vorwürfe der Bedrohung gegen Ko-Bürgermeister

Beim 4. Internationalen Melaye-Ciziri-Symposium in Cizre (Provinz Şırnak) wurden Vertreter der DEM-Partei erst in letzter Minute zur Veranstaltung eingeladen; zudem sollen die Ko-Bürgermeister von Cizre bedroht und am Betreten des Hotels gehindert worden sein. Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, erklärte, sie verfüge über Beweise für die Vorfälle und äußerte ihren scharfen Protest gegen das Geschehene.

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Große Krise bei Barzani-Besuch: Vorwürfe der Bedrohung gegen Ko-Bürgermeister

Im Landkreis Cizre in der Provinz Şırnak fand das 4. Internationale Melaye-Ciziri-Symposium statt. Zu den Teilnehmern des Symposiums zählte auch der Vorsitzende der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP), Masud Barzani. Die Veranstaltung in Cizre war jedoch von Spannungen in der Lokalpolitik geprägt, die zu mehreren Krisen führten.

Während des Symposiums begrüßte der stellvertretende Innenminister Münir Karaloğlu Barzani auf Türkisch und Kurdisch. An der Veranstaltung nahmen zudem die Beraterin des Präsidenten, Gülşen Orhan, der Gouverneur von Şırnak, Birol Ekici, der AKP-Abgeordnete für Şırnak, Arslan Tatar, die DEM-Abgeordneten Ayşegül Doğan, Mehmet Zeki İrmez und Nevroz Uysal Aslan sowie der HÜDA-PAR-Abgeordnete für Gaziantep, Şehzade Demir, teil.

DEM-PARTEI AM ERSTEN TAG NICHT EINGELADEN

Dass die DEM-Partei am ersten Tag des Symposiums nicht eingeladen wurde, sorgte für erhebliche Spannungen. Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, erklärte, man sei erst in letzter Minute eingeladen worden und sagte: "Diese Organisation hätte gemeinsam und kollektiv durchgeführt werden müssen. Wenn wir wirklich von einer neuen Ära sprechen, dann sollte man nicht mit solchen Diskriminierungen, sondern mit einem inklusiveren Ansatz voranschreiten."

Es kamen Vorwürfe auf, wonach die Ko-Bürgermeister von Cizre, Güler Tunç Yerebasan und Abdurrahim Durmuş, die am Symposium teilnehmen wollten, nicht in das Hotel gelassen und sogar vom Polizeichef bedroht worden seien. Ayşegül Doğan bestätigte diese Vorwürfe und erklärte: "Die Drohungen des Polizeichefs gegenüber den Ko-Bürgermeistern waren direkt gewaltorientiert. Eine solche Haltung ist inakzeptabel."

Doğan betonte, dass die Ko-Bürgermeister nicht in den Hotelsaal gelassen wurden, in dem das Symposium stattfand, und unterstrich, dass sie Beweise für den Vorfall habe. "Wir haben Aufnahmen davon", sagte sie.

EINIGE WURDEN IGNORIERT, ANDERE EINGELADEN

Doğan bewertete die Nicht-Einladung der DEM-Partei zu Beginn des Programms wie folgt: "Dies war eine Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der Stadtverwaltung von Cizre stattfand, und die lokalen Verwaltungen der DEM-Partei hätten im Programm vertreten sein müssen." Doğan fügte hinzu: "Melaye Ciziri zu verstehen bedeutet nicht nur, die Geschichte dieser Region zu verstehen, sondern auch ihre gesamte Dynamik korrekt zu erfassen. Ohne die Stadtverwaltung von Cizre, die Ko-Bürgermeister und die Abgeordneten einzubeziehen, kann diese Veranstaltung nicht erfolgreich sein."

MASUD BARZANI: ICH HÄTTE GERNE DIE STADTVERWALTUNG VON CIZRE BESUCHT

Doğan berichtete auch von den Ereignissen rund um Masud Barzani. Sie erklärte, Barzani habe den Wunsch geäußert, die Stadtverwaltung von Cizre zu besuchen, konnte dies jedoch aufgrund seines offiziellen Programms nicht umsetzen. "Barzani sagte: 'Ich würde sehr gerne die Stadtverwaltung besuchen', aber es wurde nicht in sein Programm aufgenommen", sagte sie und betonte, wie wichtig es sei, dass die Stimmen der Politiker in Cizre gehört werden.

Doğan kritisierte die Organisatoren des Symposiums – das Gouverneursamt von Şırnak, das Bezirksamt und die Universität Şırnak – dafür, dass sie die Stadtverwaltung von Cizre aus dem Programm ausgeschlossen hatten: "Wenn man in diesem Land eine Veranstaltung organisiert, muss man die Dynamiken und Sensibilitäten der Region berücksichtigen. Dies betrifft nicht nur die Organisation, sondern auch den gesellschaftlichen Frieden", sagte sie.

DIE HALTUNG DES POLIZEICHEFS UND DIE DROHUNGEN SIND INAKZEPTABEL

Bezüglich der Spannungen vor dem Symposium bezeichnete Doğan die Drohungen des Polizeichefs gegen die Ko-Bürgermeister von Cizre als "direkte Gewalt". Doğan erklärte: "Wir sind in Cizre schon früher auf ähnliche Haltungen gestoßen, aber diese Situation ist inakzeptabel. Niemand hat das Recht, Drohungen auszusprechen, insbesondere nicht gegenüber gewählten lokalen Amtsträgern."

"WIDERSTAND GEGEN WANDEL UND TRANSFORMATION"

Abschließend wies Doğan darauf hin, dass die Ignorierung der Forderungen der lokalen Verwaltungen und der Bevölkerung den Lösungsprozess in der Region negativ beeinflussen werde. "Diese Haltung zeigt, dass mehr Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Gesellschaft in der Region neu zu definieren und zu integrieren", sagte sie.

"EIN TRAUM IST WAHR GEWORDEN"

Auch die Äußerungen von Masud Barzani während seines Besuchs in Cizre waren bemerkenswert. Barzani erklärte, er habe seit seiner Kindheit davon geträumt, den Ort von Mem u Zin zu besuchen, und sagte: "Heute ist mein Traum wahr geworden."


Nachrichtenquelle: 12punto

Ayşegül Doğan