Haftstrafe gegen Selçuk Mızraklı bestätigt: DEM-Partei reagiert auf das Urteil
Die vom Kassationsgericht bestätigte Haftstrafe von 9 Jahren, 4 Monaten und 15 Tagen gegen Selçuk Mızraklı, der seines Amtes als Oberbürgermeister von Diyarbakır enthoben und durch einen staatlichen Treuhänder ersetzt wurde, hat bei der DEM-Partei für scharfe Kritik gesorgt.
Die 3. Strafkammer des Kassationsgerichts hat die Haftstrafe von 9 Jahren, 4 Monaten und 15 Tagen gegen Adnan Selçuk Mızraklı bestätigt, der während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister von Diyarbakır durch die Einsetzung eines Treuhänders seines Amtes enthoben wurde.
Der Zentrale Exekutivausschuss der DEM-Partei gab eine schriftliche Erklärung zur Bestätigung der Haftstrafe gegen Mızraklı ab.

'DIESES URTEIL IST NICHT RECHTLICH, SONDERN POLITISCH'
In der von der DEM-Partei veröffentlichten Erklärung wurde betont, dass es sich bei der gegen Mızraklı verhängten Strafe nicht um eine rechtliche, sondern um eine politische Entscheidung handele.
In der Erklärung hieß es: "Die Haftstrafe von 9 Jahren, 4 Monaten und 15 Tagen gegen Adnan Selçuk Mızraklı, der am 31. März 2019 durch den Willen der Bevölkerung von Diyarbakır gewählt und durch einen Treuhänder-Putsch seines Amtes als Ko-Bürgermeister der Stadtverwaltung enthoben wurde, wurde von der 3. Strafkammer des Kassationsgerichts bestätigt. Dieses Urteil ist keine juristische, sondern eine politische Entscheidung. Dieser Justizputsch ist für die Bevölkerung von Diyarbakır, die Kurden und die demokratische Öffentlichkeit als nichtig zu betrachten."
In der Erklärung der DEM-Partei wurde darauf hingewiesen, dass die Justiz den politischen Operationen der Regierung diene, und es wurde hinzugefügt: "Durch die Justiz, die den politischen Operationen der Regierung den Weg ebnet, wird gegen Kurden, ihren gewählten Willen und Oppositionelle ein gnadenloses Feindstrafrecht angewandt. Mit der rechtswidrigen Verurteilung von Mızraklı, der mit den Stimmen von Hunderttausenden Bürgern gewählt wurde, wurde das Wahlrecht der Bürger ignoriert. Zudem wurde die Volkssouveränität, die eine Grundvoraussetzung demokratischer Legitimität ist, insbesondere im Hinblick auf die Kurden verletzt."
'WIR VERURTEILEN DAS URTEIL'
Im weiteren Verlauf der Erklärung wurde darauf aufmerksam gemacht, dass versucht werde, die demokratische Politik durch Justizputsche auszuschalten, und es wurde wie folgt ausgeführt:
"Der Versuch, den Bereich der demokratischen Politik durch Justizputsche zu liquidieren, wird uns niemals dazu bringen, von unserem Kampf abzurücken. Diese Putschversuche sind vergebliche Mühe. Kurdische Politiker wurden im Laufe der Geschichte durch ungeklärte Morde, Gefängnisse und viele schmutzige Methoden zum Schweigen gebracht, doch sie haben niemals ihre Würde und ihren Kampf für Frieden und Freiheit aufgegeben. Trotz dieser Justizputsche werden weder Mızraklı noch einer unserer inhaftierten Freunde jemals ihr Haupt vor dem Unterdrückungsregime beugen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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