Kritik von der YRP an Bahçeli wegen Öcalan-Aufruf: 'Nicht nur unaussprechlich, sondern unvorstellbar'
Der stellvertretende Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi (YRP), Suat Kılıç, äußerte sich zum Aufruf von MHP-Chef Bahçeli bezüglich Öcalan: „Wenn sie wollen, dass er eine Botschaft übermittelt, sollen sie ihn aus der Isolation holen und die Botschaft entgegennehmen. Abgesehen davon ist es nicht nur unaussprechlich, sondern unvorstellbar, dass der Terroristenführer an irgendeinem Rednerpult unseres Gazi-Parlaments spricht.“ Auch YRP-Chef Fatih Erbakan äußerte sich kritisch über soziale Medien.
Suat Kılıç von der YRP äußerte sich nach der Sitzung des Zentralvorstands (MYK) in der Parteizentrale gegenüber Pressevertretern zur aktuellen politischen Lage.
'DIE LEGITIMEN ANSPRECHPARTNER SIND DIE ABGEORDNETEN DER DEM-PARTEI'
Auf die Frage eines Journalisten nach seiner Einschätzung zu den Worten von MHP-Chef Devlet Bahçeli, „Der Terroristenführer soll kommen und im türkischen Parlament (TBMM) verkünden, dass der Terror beendet ist“, gab Kılıç folgende Erklärung ab:
„Er sagt, ‚die Isolationsbedingungen sollen gelockert werden‘. Die Isolationsbedingungen können geändert werden. Die Befugnis dazu liegt für jeden Häftling in Isolation beim Justizminister. Wenn der Justizminister es will und die Regierung eine entsprechende Tendenz und den Wunsch hat, können sie die Isolationsbedingungen auch für den Terroristenführer lockern. Niemand hält den Justizminister davon ab. Wenn der Terroristenführer die Organisation zur Waffenabgabe aufrufen will, kann er diesen Aufruf von Imralı aus tätigen. Wenn sie wollen, dass er eine Botschaft übermittelt, sollen sie ihn aus der Isolation holen und die Botschaft entgegennehmen. Abgesehen davon ist es nicht nur unaussprechlich, sondern unvorstellbar, dass der Terroristenführer an irgendeinem Rednerpult unseres Gazi-Parlaments spricht. Wenn ein legitimer Ansprechpartner gesucht wird, muss man sich nicht vor der Verantwortung drücken. Die legitimen Ansprechpartner sind die Abgeordneten der DEM-Partei im Parlament. Sie sind bereits im Parlament und vor den Rednerpulten. Niemand nimmt ihnen das Mikrofon weg oder hindert sie daran, eine Erklärung abzugeben. Sie sollen sprechen und zum Waffenstillstand aufrufen. Sie sollen mit ihren Aufrufen im Parlament die Sehnsucht unserer kurdischen Brüder und Bürger, die sie gewählt haben, nach einer Türkei ohne Terror zum Ausdruck bringen. Abgesehen davon ist es nicht nur unaussprechlich, sondern unvorstellbar, dass der Terroristenführer in die TBMM kommt oder am Rednerpult des Parlaments eine Rede hält oder einen Aufruf tätigt.“
AUCH KRITIK VON ERBAKAN
YRP-Chef Fatih Erbakan schrieb in einem Beitrag auf X:
„Der Vorschlag von Devlet Bahçeli, dass der Terroristenführer Abdullah Öcalan in der TBMM sprechen soll, die unseren Unabhängigkeitskrieg geführt hat, ist ein schwerer Schlag gegen den Kampf unserer Nation gegen den Terrorismus und das ehrenvolle Andenken unserer Märtyrer. So etwas ist nicht nur kein Vorschlag, es ist nicht einmal vorstellbar.
Wenn ein Ansprechpartner gesucht wird, dann ist der Vertreter des kurdischen Volkes nicht der Terroristenführer, sondern politische Parteien, NGOs, Meinungsführer und unsere Bürger in der Region.
Auf diesem Boden, den wir mit dem Blut unserer Märtyrer zur Heimat gemacht haben, wird es niemals Zugeständnisse an den Terror geben, und die Einheit und Solidarität unserer Nation wird stets gewahrt bleiben.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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