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Zweite Runde im Streit zwischen MHP und Yeni Şafak: Bahçelis Berater greift ein!

Yıldıray Çiçek, der Presseberater des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, reagierte scharf auf die Schlagzeile der Zeitung Yeni Şafak „Die Kommission soll nicht nach Imralı gehen“ und warf dem Blatt vor, „auftragsgesteuerte Lenkungen und eine geheime Agenda“ zu verfolgen.

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Zweite Runde im Streit zwischen MHP und Yeni Şafak: Bahçelis Berater greift ein!

In den letzten Tagen ist zwischen regierungsnahen Medien ein tiefer Riss wegen des Themas „Entsendung einer Kommission nach Imralı“ entstanden. Den ersten Funken für die Spannungen lieferte die Zeitung Yeni Şafak mit ihrer Schlagzeile vom 5. November: „Die Kommission soll nicht nach Imralı gehen“. In dem Bericht wurde betont, dass der Vorschlag der im türkischen Parlament (TBMM) gebildeten Kommission, die Gefängnisinsel Imralı zu besuchen, um sich mit dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, zu treffen, von weiten Teilen der Gesellschaft kritisiert werde.

In dem Bericht hieß es, ein Besuch der Kommission auf der Insel würde „die Wahrnehmung verstärken, dass das Parlament zu Öcalan gekrochen sei“, und könnte dem Ziel einer „Türkei ohne Terror“ schaden. Zudem behauptete die Zeitung, dass das besagte Treffen von einem Großteil der Gesellschaft abgelehnt werde, und verwies auf eine Umfrage unter 1.100 Personen, die eine Ablehnungsquote von 76 Prozent ergab.

ANTWORT VON DER MHP-NAHEN ZEITUNG TÜRKGÜN

Nach dieser Schlagzeile von Yeni Şafak reagierte die der MHP nahestehende Zeitung Türkgün scharf. Mit dem Artikel „Yeni Şafak wollte der Türkei ohne Terror einen Schlag versetzen, wurde durch Archive bloßgestellt! Was ist eigentlich euer Problem?“ beschuldigte Türkgün die Zeitung Yeni Şafak, den Prozess zu sabotieren. In dem Bericht wurde erklärt, dass Yeni Şafak versuche, den Prozess der „Türkei ohne Terror“ zu untergraben, ähnlich wie bei ihren Bemühungen, „die AK-Partei über die Wirtschaft anzugreifen“.

Die Zeitung bezeichnete die Umfrage von Yeni Şafak als „Beispiel für Provokation“ und erklärte, dass der Prozess des Kommissionsbesuchs auf Imralı ein wichtiger Schritt sei, um auf Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli hin unfruchtbare Diskussionen zu beenden und Desinformation zu verhindern.

SCHARFE KRITIK VON YILDIRAY ÇİÇEK AN YENİ ŞAFAK

Der Presseberater des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, Yıldıray Çiçek, kritisierte die Zeitung Yeni Şafak in seinem bei Türkgün veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Die Wahrnehmung der redaktionellen Linie ist auf dem Radar gelandet“ scharf. Çiçek erklärte, dass die Zeitung zwar zeitweise eine regierungsnahe redaktionelle Linie verfolge, aber „in manchen Perioden Veröffentlichungen macht, die ihrer eigenen Linie widersprechen“.

Çiçek beschrieb die Haltung von Yeni Şafak gegenüber der MHP-Politik als „besessen und fixiert“. Er führte frühere Artikel der Zeitung, wie etwa über die „Kassetten-Operation der FETÖ gegen die MHP“, als Beispiele an und argumentierte, dass Yeni Şafak „eine tiefe Unruhe und einen Groll gegen die MHP“ hege.

Yıldıray Çiçek wies in seinem Artikel auf einen gravierenden Widerspruch zwischen dem früheren Ansatz von Yeni Şafak zum „Lösungsprozess“ und ihren aktuellen Veröffentlichungen zum Prozess der „Türkei ohne Terror“ hin. Çiçek betonte, dass während des „Lösungsprozesses“ das „Großraum-Nahost-Projekt“ der USA die Türkei ins Visier genommen habe, während die Volksallianz (Cumhur İttifakı) im Prozess der „Türkei ohne Terror“ eine Haltung einnehme, die darauf abziele, die regionalen Spiele der USA und Israels zu durchkreuzen.

VORWURF EINER GEHEIMEN AGENDA

Çiçek erklärte, dass Yeni Şafak in früheren Veröffentlichungen mit Formulierungen wie „Öcalan handelt in diesem Prozess mit einem großen Verantwortungsbewusstsein“ eine positive Sprache verwendet habe, nun aber eine völlig gegensätzliche Linie zum Prozess der „Türkei ohne Terror“ verfolge. Çiçek bezeichnete dies als den Versuch, „strategische Schritte anders darzustellen“, und schrieb: „Hier ist es durchaus möglich, von einer bösen Absicht, einer auftragsgesteuerten Lenkung oder sogar einer geheimen Agenda zu sprechen.“

ERINNERUNG AN TVNET

Yıldıray Çiçek erinnerte in seinem Artikel an ein Video des Fernsehsenders TVNET, der zur Yeni-Şafak-Gruppe gehört, über den MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, und erklärte, dies sei ein „gemeinsames Produkt derjenigen, die Berechnungen über die MHP anstellen“ und der „Bande, die auf den Atem wartet“.

ÇİÇEKS LETZTE BOTSCHAFT: SIE SIND AUF DEM RADAR GELANDET

Çiçek beendete seinen Artikel mit den Worten: „Yeni Şafak ist sehr deutlich auf dem Radar gelandet. Obwohl sie den Anschein erwecken, der Macht und der Regierung nahe zu stehen, wurde klar entlarvt, dass sie sich an der Einheit der Volksallianz und der Existenz der MHP stören. Ihre redaktionelle Linie, ihre Propagandamethoden und ihre Darstellungen sind die Beweise, die wir in der Hand haben.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Devlet Bahçeli Yıldıray Çiçek