Numan Kurtulmuş zur Debatte um die ersten 4 Artikel: 'Diskussionen sind unnötige Zeitverschwendung'
Der Parlamentspräsident der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM), Numan Kurtulmuş, äußerte sich zu den aktuellen Diskussionen über eine neue Verfassung: „Diskussionen über die ersten vier Artikel wären eine unnötige Zeitverschwendung“.
Der Präsident der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM), Numan Kurtulmuş, hat sich zu den Diskussionen über eine neue Verfassung geäußert.
Kurtulmuş erklärte: "Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass sich nahezu alle im Parlament vertretenen Parteien bezüglich der ersten vier Artikel einig sind und dass die geführten Diskussionen eine unnötige Zeitverschwendung wären. Als Parlamentspräsident sehen wir uns in der Pflicht, neben der Einholung der Meinungen der im Parlament vertretenen Parteien und der transparenten Gestaltung des Prozesses, auch die Ansichten von Universitäten, juristischen Fachkreisen und NGOs einzubeziehen."
Die wichtigsten Punkte aus Kurtulmuş' Rede:
In diesem Zeitraum wurden auch schriftliche Anfragen eingereicht. Zudem wurden als Parlamentspräsident 84 Anfragen gestellt, von denen 74 beantwortet wurden. In der 28. Legislaturperiode haben zwei Untersuchungsausschüsse ihre Arbeit abgeschlossen.
"EINE NEUE VERFASSUNGSARBEIT IST UNERLÄSSLICH"
Neben der Gesetzgebungs- und Kontrolltätigkeit möchte ich besonders betonen, dass dieses Parlament das 100-jährige Jubiläum unserer Republik begeht. Ich möchte noch einmal unterstreichen, dass dieses Parlament eine große Verantwortung trägt und die Pflicht hat, Aufgaben im Interesse der Nation zu erfüllen.
In diesem Rahmen ist die Arbeit an einer neuen Verfassung eine der wichtigen Aufgaben, die auf die Tagesordnung der TBMM kommen werden. Es ist an der Zeit, sich von der Verfassung des 12. September zu befreien. Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass es möglich ist, die Verfassung unter dem Dach des Parlaments und im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen zu diskutieren, sobald die Diskussionen sowohl methodisch als auch inhaltlich gereift sind und alle gesellschaftlichen Schichten Gehör finden. Die Ausarbeitung einer zivilen, demokratischen und partizipativen Verfassung, die die Gewaltenteilung vollständig verinnerlicht, den Realitäten der Türkei entspricht und die Bedürfnisse unserer Nation erfüllt, ist unerlässlich.
Unsere derzeit im Parlament vertretenen politischen Parteien haben diese Notwendigkeit in der Vergangenheit bereits zum Ausdruck gebracht. Ich werde meinerseits die Verantwortung übernehmen, diesen Boden für einen wirklich demokratischen Stil und eine offene Diskussionskultur zu bewahren.
HÜDA-PAR-VORSITZENDER HATTE 4. ARTIKEL ANGEGRIFFEN
Der Vorsitzende der HÜDA PAR, Zekeriya Yapıcıoğlu, der für seine Nähe zur Hisbollah bekannt ist, hatte in einem kürzlich ausgestrahlten Fernsehprogramm den 4. Artikel der Verfassung der Republik Türkei offen angegriffen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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