Regierungsnaher Yeni-Şafak-Kolumnist: 'Der Staat leidet unter Fettleibigkeit, das endet in einer Krise'
Yusuf Dinç, ein Kolumnist der regierungsnahen Zeitung Yeni Şafak, schrieb in seinem Artikel mit dem Titel „Sollte der Staat sparen oder Fitness machen?“: „Es scheint, als leide der Staat unter einem Problem der Fettleibigkeit, bei dem er sich nicht mehr bewegen kann. Das Ende davon ist ein Herzinfarkt. Um die Türkei durch die Jahrhunderte zu führen, muss der öffentliche Sektor Fitness betreiben.“
Yusuf Dinç, einer der Kolumnisten der regierungsnahen Zeitung Yeni Şafak, hat einen Artikel über die vom Finanzminister Mehmet Şimşek angekündigten Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor verfasst.
Dinç äußerte die Kritik: „In der Wirtschaft bedeutet Sparen im öffentlichen Sektor, dass staatliche Investitionen gestoppt werden. Das hat keine andere Bedeutung. Es scheint, als leide der Staat unter einem Problem der Fettleibigkeit, bei dem er sich nicht mehr bewegen kann. Das Ende davon ist ein Herzinfarkt.“
„ANFANG DER 2000ER JAHRE WAR DAS BILD GENAU UMGEKEHRT...“
Dinç ging auf die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung ein und äußerte sich wie folgt:
„Heute ist die Türkei eine der am wenigsten verschuldeten Volkswirtschaften unter den angesehenen Volkswirtschaften der Welt. Es gibt weltweit kaum noch eine Wirtschaft, deren Schuldenquote unter 100 % des Bruttoinlandsprodukts liegt. Anfang der 2000er Jahre war das Bild jedoch genau umgekehrt. Es scheint, als würden sich die Staaten heutzutage verschulden, als wollten sie aus diesem Geldsystem noch einen letzten Gewinn herausschlagen. Normalerweise müsste man über öffentliche Einsparungen diskutieren, wenn die Türkei wie diese Volkswirtschaften eine Verschuldung über ihrer Wirtschaftsleistung hätte oder eine als hoch geltende Verschuldung aufwiese.“
„DIE TÜRKEI MACHT ETWAS FALSCH...“
„Die Türkei macht etwas falsch. Es gibt ein Effizienzproblem im öffentlichen Sektor. Ich sage nicht, dass man nichts tun sollte, aber die Reduzierung der Anzahl von Dienstwagen, die Kürzung der Budgets für Repräsentationsausgaben oder die Mitnahme von öffentlichem Personal zu Treffen im Ausland bringen keine nennenswerten Einsparungen. Das Problem ist, dass der öffentliche Sektor trotz all dieser Autos und Repräsentationsbudgets die Gleichgültigkeit auf dem Markt nicht beheben kann. Wenn der Markt euch nicht überholen oder umgehen kann, bin ich damit einverstanden, dass ihr fahrt, welches Auto ihr wollt. Aber sowohl das Auto zu nutzen als auch die Bürger nicht zu unterstützen, das verdirbt das Volk. Was das Auto in den Augen des Volkes so überhöht, ist der sogenannte ÖTV (Sonderverbrauchssteuer), der größte Fluch, der das Volk heimsucht. Wie man so schön sagt: Wer sich selbst schadet, findet es selbst.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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