Sie waren Teil der Cumhur-Allianz! DSP übt bei Feiertagsbesuch bei der CHP Kritik am Präsidialsystem
Die Kritik der DSP-Delegation, die die CHP anlässlich des Ramadan-Festes besuchte, am Präsidialsystem sorgte für Aufmerksamkeit. Der stellvertretende DSP-Vorsitzende Hikmet Aydemir bezeichnete das Parlament als einen Ort, an dem man nur noch "die Hand hebt und senkt", und übte scharfe Kritik am Präsidialsystem.
NACHRICHTENZENTRALE
Anlässlich des Ramadan-Festes setzen die politischen Parteien ihre gegenseitigen Besuche fort.
Der stellvertretende DSP-Vorsitzende Hikmet Aydemir und seine Delegation, die in der CHP-Parteizentrale eintrafen, wurden von der stellvertretenden CHP-Vorsitzenden Aylin Nazlıaka empfangen.
"WIR SIND GEGEN DIE WAND GEFAHREN"
Im presseöffentlichen Teil des Treffens fielen Aydemirs Äußerungen zum parlamentarischen System und zum Präsidialsystem auf.
Aydemir äußerte sich wie folgt: "Da wir an die Demokratie glauben, erwarten wir, dass jede Art von Lösung aus dem Parlament kommt. Das System wurde in einen Zustand gebracht, in dem das Parlament nur noch dazu dient, 'die Hand zu heben und zu senken'. Diese Befugnisse müssen so schnell wie möglich in einen Zustand gebracht werden, der der Türkei würdig ist. So funktioniert es nicht, wir haben gesehen, dass wir gegen die Wand gefahren sind."
"MIT DIESER REGIERUNG WIRD ES NICHT GEHEN"
Nazlıaka antwortete Aydemir mit folgenden Worten:
"Wenn Sie an dieser Stelle erneut eine Verfassungsänderung ansprechen, so haben wir keinen Glauben daran, dass mit denjenigen, die sich nicht an die Verfassung halten, eine neue Verfassung erstellt werden kann. Unser Standpunkt ist: Wir wollen die Verantwortung, die wir derzeit tragen, bestmöglich nutzen, um dann bei den ersten Wahlen verdient an die Macht zu kommen und eine Ordnung zu schaffen, die die parlamentarische Demokratie stärkt – aber mit dieser Regierung wird das nicht gelingen."
KRITIK AM SYSTEM
Aydemir fuhr mit seinen Worten fort:
"Ich hoffe, dass dies so schnell wie möglich geschieht. Das hier ist so ermüdend für uns. Wir sind Kinder der Republik. Wir sind mit den Segnungen der Republik aufgewachsen und groß geworden. Wir haben Regeln und Prinzipien kennengelernt.
Der Mann im Dorf in Nallıhan sagt mir: Ich möchte nicht mehr, dass der Präsident auftritt und Propaganda macht. Das Präsidentenamt hatte in der türkischen Nation ein solches Ansehen, wir haben es in ein parteiisches Präsidentenamt verwandelt. Wo sind wir angekommen? Mehr als 50 Prozent unserer Bevölkerung sagen Nein zu diesem System."
Nazlıaka schloss mit den Worten: "Wir sind der Geist der Republik und die Hoffnung der Demokratie. Deshalb werden wir eine demokratische Türkei neu aufbauen. Wir werden eine Türkei aufbauen, in der nicht das Recht der Stärkeren, sondern die Rechtsstaatlichkeit herrscht."
WAS WAR PASSIERT?
Die Demokratische Linkspartei (DSP) hatte beschlossen, die Cumhur-Allianz bei den Parlamentswahlen am 14. Mai 2023 zu unterstützen, und der Parteivorsitzende Önder Aksakal wurde über die Liste der AKP zum Abgeordneten für Istanbul gewählt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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