Tuncer Bakırhan antwortet auf Vorwürfe über „Wahlverhandlungen“: Eine Beleidigung für Erdoğan und Bahçeli
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, wies die Behauptungen zurück, es fänden Wahlverhandlungen mit der AKP und der MHP statt; er betonte, dass der Prozess unter dem Thema Frieden geführt werde.
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, äußerte sich zu dem Prozess, der unter dem Titel „Eine Türkei ohne Terror“ geführt wird, sowie zu den Kontakten mit der Regierungsseite. In einer YouTube-Sendung von T24 wies Bakırhan die Behauptungen, es würden „Wahlverhandlungen“ mit der AKP und der MHP geführt, entschieden zurück.
Bakırhan erklärte, man erwarte, dass der Prozess in der neuen Arbeitsperiode des Parlaments in eine konkretere Phase übergehe: „Mit der Eröffnung des Parlaments im Oktober werden hoffentlich konkretere Schritte unternommen.“ Bakırhan betonte, dass das Thema Frieden jenseits politischer Kalküle behandelt werden müsse.

ZURÜCKWEISUNG DER VORWÜRFE ÜBER WAHLVERHANDLUNGEN
Auf die Frage, ob bei den Gesprächen mit der Regierungspartei und Präsident Recep Tayyip Erdoğan Wahlen zur Sprache gekommen seien, antwortete Bakırhan, dass dies sowohl für den MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli als auch für Erdoğan eine Ungerechtigkeit wäre.
Wird der Präsident eines Landes, der Mensch an der Spitze einer sehr wichtigen Partei, kommen und mit uns Wahlverhandlungen führen? Ist das so billig, so simpel? Diejenigen, die diesen Gedanken äußern, machen es sich sehr billig und simpel. Seien Sie versichert, so etwas gibt es nicht.
Mit Blick auf die Entwicklungen in der Region wies Bakırhan darauf hin, dass die Unsicherheiten im Iran, in Syrien und im Irak anhalten, während es in der Türkei eine „100 Jahre alte Kurdenfrage“ gebe. Bakırhan erklärte, dass in diesem Kontext das Thema der Versöhnung mit den Kurden und des gemeinsamen Weges in der Türkei als normal angesehen werden sollte.

Bakırhan sprach auch über die Freilassung der ehemaligen Ko-Vorsitzenden der HDP, Selahattin Demirtaş und Figen Yüksekdağ. Unter Hinweis auf das Urteil des EGMR sagte Bakırhan: „Für Demirtaş und Yüksekdağ braucht es kein Gesetz. Es gibt ein EGMR-Urteil, daher könnten sie sogar in einer Stunde freigelassen werden.“
Bakırhan äußerte die Hoffnung, dass Demirtaş und Yüksekdağ rechtzeitig zum Kongress am 6. September freikommen, und erklärte, dass das Thema sowohl auf der Agenda der DEM-Partei als auch bei den mit dem Staat geführten Kontakten stehe. Bakırhan betonte: „Wir sind keine Bewegung, die ihre Genossen im Gefängnis vergisst.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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