Ümit Özdağ kritisiert Polizeieinsatz am Güvenpark: „Warum haben Sie solche Angst vor diesen Veteranen?“
Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, kritisierte den Polizeieinsatz gegen Angehörige von Gefallenen und Veteranen, die am Güvenpark protestierten.
Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, äußerte sich bei einer Erklärung in der Bezirksgeschäftsstelle Yenimahalle seiner Partei kritisch zum Polizeieinsatz gegen Angehörige von Gefallenen und Veteranen, die am Güvenpark in Ankara einen Sitzstreik abhielten.
Özdağ kritisierte den Einsatz am 38. Tag der Protestaktion und fragte: „Warum haben Sie solche Angst vor diesen Veteranen? Diese Menschen haben ihr Leben gegeben, damit der Staat und die Nation fortbestehen können. Sie haben ihre Beine, ihre Arme, ihre Augen gegeben. Warum verhindern Sie jetzt, dass sie vor dem Innenministerium eine Erklärung abgeben?“
In seiner Stellungnahme ging Özdağ auch auf Demonstrationen ein, die am 15. August in einigen Städten anlässlich des Jahrestages der ersten bewaffneten Aktion der PKK stattfanden. Er richtete sich an Justizminister Akın Gürlek und fragte, warum gegen die Abgeordneten der DEM-Partei, die diese Veranstaltungen in den sozialen Medien angekündigt hatten, keine Ermittlungen eingeleitet wurden.
Özdağ kritisierte zudem die Operation gegen die Furkan-Stiftung und behauptete, die Nachricht über den Einsatz sei zuvor über einen X-Beitrag eines Beraters des Präsidenten bekannt geworden. Özdağ sagte: „Wenn eine Gemeinde oder ein Orden die Regierung nicht unterstützt, ist es keine Gemeinde oder kein Orden. Das haben wir nun verstanden.“
KRITIK AN SYRIEN UND DER MHP
Unter der Überschrift der Entwicklungen in Syrien erklärte Özdağ, dass israelische Kampfflugzeuge einen Militärstützpunkt und einen Flughafen in Idlib bombardiert hätten, und argumentierte, dass der Angriff gegen die Türkei gerichtet sei. Özdağ fragte die Regierung, wie es zugelassen werden könne, dass israelische Flugzeuge der türkischen Grenze so nahe kommen, und behauptete, die Abschreckungswirkung der Türkei in Syrien sei in Frage gestellt.
Özdağ kritisierte zudem die Behauptung, dass Semir Asu, bekannt unter dem Decknamen „Sipan Hemo“, von der türkischen Terrorfahndungsliste gestrichen worden sei. Özdağ wies darauf hin, dass Asu zum stellvertretenden Verteidigungsminister Syriens ernannt wurde, und fragte: „Welche anderen Mörder werden Sie noch still und heimlich von den Fahndungslisten streichen?“
Özdağ äußerte auch Kritik an der MHP und bemängelte, dass der leitende Berater der MHP-Fraktion im Parlament, Yaşar İçen, in den sozialen Medien eine „Gute Besserung“-Botschaft nach einem Drohnenangriff auf das Büro des Premierministers der Region Kurdistan im Irak, Masrur Barzani, geteilt hatte.
Zudem brachte Özdağ die Erklärung zum „Rahmengesetz“ zur Sprache, die der Anführer des Pinyaniş-Stammes aus Hakkari, Orhan Piruzbeyoğlu, nach seinem Besuch beim MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli abgegeben hatte, und sagte, dass sie dazu keine klare Dementi von der MHP-Zentrale gesehen hätten.
Özdağ äußerte sich auch zur Wirtschaft und berichtete von seinen Eindrücken bei Besuchen bei Gewerbetreibenden in Ankara, wobei er argumentierte, dass die Bürger mit einer schweren wirtschaftlichen Lage konfrontiert seien. Özdağ sagte: „Wo es kein Recht gibt, gibt es keine wirtschaftliche Entwicklung.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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