Ahmet Şık enthüllt, wie die Zwangsverwalter-Ernennungen in der AKP ablaufen: 'Süleyman, hast du deine Vorbereitungen nicht getroffen?'
Der TİP-Abgeordnete für Istanbul, Ahmet Şık, nahm heute an den Beratungen zum Haushalt des Innenministeriums im Planungs- und Haushaltsausschuss des Parlaments teil. Şık erläuterte die Hintergründe der Verhaftung des damaligen Bürgermeisters von Kars, Ayhan Bilgen, im Jahr 2020 und der anschließenden Einsetzung eines Zwangsverwalters.
Der TİP-Abgeordnete für Istanbul, Ahmet Şık, ergriff während der Haushaltsberatungen das Wort und erklärte Innenminister Ali Yerlikaya, wie willkürlich die Ernennungen von Zwangsverwaltern in der Türkei ablaufen. Er äußerte sich wie folgt:
"Lassen Sie mich Ihnen erklären, wie Entscheidungen zur Ernennung von Zwangsverwaltern in der Türkei getroffen werden, von der Sie behaupten, sie sei ein Rechtsstaat.
Vor den Kommunalwahlen 2019 hielt einer Ihrer damaligen Abgeordneten aus Kars bei einem Treffen unter dem Vorsitz von Präsident Erdoğan eine Rede, in der er argumentierte, es sei ein Fehler, Kars und Iğdır den Kandidaten der MHP zu überlassen.
Er sagte, dass konservative kurdische Bürger, selbst wenn sie AKP-Wähler seien, nicht für den MHP-Kandidaten stimmen würden und dass die HDP die Wahlen gewinnen würde. Erdoğan gefiel das Gesagte nicht, doch als Ihr Abgeordneter aus Kars mit einer seltenen Portion Mut weiterhin zu seinen Worten stand, kam es zum Streit.
Ein verärgerter Erdoğan wandte sich an Ihren Vorgänger Soylu und sagte: 'Süleyman, hast du deine Vorbereitungen nicht getroffen und Maßnahmen ergriffen? Werden wir nicht ohnehin einen Zwangsverwalter ernennen?'
Was für Vorbereitungen Soylu getroffen hatte, erfuhren wir ohnehin nach den Ernennungen der Zwangsverwalter.
Am Tag nach den Wahlen vom 31. März, als noch nicht einmal die Mandate entgegengenommen worden waren, kam am 1. April 2019 heraus, dass die damaligen Gouverneure in Schreiben an das Innenministerium die Ernennung von Zwangsverwaltern für Diyarbakır, Mardin und Van gefordert hatten. Das bedeutet, dass die von Ihnen verteidigte Praxis der Zwangsverwaltung weder etwas mit der Verfassung noch mit Recht, Gesetz oder Vorschriften zu tun hat. Sie hat mit einem Regime der Willkür zu tun."
Nachrichtenquelle : 12punto
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