Özgür Özel ist der Architekt der Debatte um 'İmamoğlu' und 'Yavaş'
Der ehemalige CHP-Generalsekretär Gürsel Tekin war in dieser Woche Gast in der Sendung „Siyasetin İçinden“, die vom Politikwissenschaftler Onur Alp Yılmaz moderiert wird. Gürsel Tekin äußerte sich zu zahlreichen Themen, von den Satzungs- und Vorwahlbemühungen der CHP bis hin zur Frage der Präsidentschaftskandidatur innerhalb der Partei.
Gast in der auf 12punto ausgestrahlten Sendung Siyasetin İçinden war der ehemalige CHP-Generalsekretär Gürsel Tekin.
Gürsel Tekin erklärte, dass Kritik ein natürliches Recht sei, solange sie der institutionellen Struktur der Partei nicht schade. Tekin wies mit den Worten "Wir sehen hier, dass häufig Menschen aus der Partei ausgeschlossen werden. Dies zeigt, dass es eine Garantie für das Mitgliedschaftsrecht geben muss" auf die Probleme innerhalb der Partei hin.
'ES MUSS EINE PARTIZIPATIVERE STRUKTUR GEBEN'
Tekin betonte, dass die CHP eine partizipativere Struktur erreichen müsse, und äußerte: ''Sie müssen die Partei für das Volk öffnen. Sie haben einen Gegner, Sie mögen ihn unterschätzen, aber Sie stehen einer Partei mit 11 Millionen 500 Tausend Mitgliedern gegenüber. Wir haben immer noch in 17 Tausend Stadtvierteln keine Mitglieder''.
Gürsel Tekin wies zudem darauf hin, dass dieser Mangel nicht nur im Hinblick auf die Wahlsicherheit, sondern auch im Hinblick auf die partizipative Demokratie problematisch sei.
Der ehemalige CHP-Generalsekretär Gürsel Tekin äußerte sich kritisch zu den Defiziten seiner Partei in den Wahlprozessen.
DIE CHP HAT IN 11 TAUSEND 800 WAHLBEZIRKEN KEINEN EINZIGEN VERTRETER
Tekin betonte, dass die CHP in 11 Tausend 800 Wahlbezirken keinen einzigen Vertreter habe, und bewertete dies als eine sehr ernste Situation für die Cumhuriyet Halk Partisi.
Tekin wandte sich an die Parteiführung in Ankara und sagte: "Unsere Freunde in Ankara, unsere 'Freunde mit Krawatte', nehmt eure Krawatten ab und geht und untersucht, wie wir in 11 Tausend 800 Wahlbezirken 0 Stimmen erhalten haben".
Tekin ging auch auf die Bedeutung der Wahlsicherheit ein und warnte: "Nicht wer wählt, ist wichtig, sondern wer die Stimmen zählt". Er sagte, dass er nach diesen kritischen Äußerungen nicht mehr in Fernsehsendungen eingeladen werde.
'WIR HABEN BEGONNEN, DER REGIERUNG ZU ÄHNELN'
Der ehemalige CHP-Generalsekretär Gürsel Tekin äußerte seine Besorgnis über die Tendenzen zur Autoritarisierung innerhalb der internen Struktur seiner Partei.
Tekin sagte: "Wir haben begonnen, langsam der autoritären Struktur zu ähneln, die die Regierung geschaffen hat. Das erschreckt mich eigentlich sehr".
Gürsel Tekin beantwortete auch die Frage von Onur Alp Yılmaz zur Präsidentschaftskandidatur wie folgt:
''Was wurde direkt nach den Kommunalwahlen 2019 in allen Fernsehdiskussionen gesagt? Wird der Kandidat Abdullah Gül, Ekrem İmamoğlu oder Mansur Yavaş sein? Ich habe dem Parteivorsitzenden sowohl in internen Gruppensitzungen als auch bei anderen Gelegenheiten wiederholt gesagt: Macht denjenigen zum Präsidentschaftskandidaten, den ihr wollt, wenn die Zeit gekommen ist. Aber macht das heute bloß nicht zu einer Debatte, das verwandelt sich in eine Kampagne. Ihr werdet das nicht aufhalten können, habe ich gesagt. Nichts passiert. Wir steuern auf dieselbe Gefahr zu.''
Nachrichtenquelle : 12punto
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