Von der CHP zur AKP gewechselt: Bürger protestieren mit Falschgeld
Der Austritt der Bürgermeisterin von Foça, Saniye Bora Fıçı, aus der CHP und ihr Beitritt zur AKP stießen im Bezirk auf Empörung; Bürger protestierten auf dem Marktplatz gegen diese Entscheidung.
Im Bezirk Foça in Izmir hat der Austritt der Bürgermeisterin Saniye Bora Fıçı aus der CHP und ihr anschließender Beitritt zur AKP zu Protesten geführt. Bürger, die ihren Unmut über Fıçı äußerten, welche bei der letzten Kommunalwahl unter dem Dach der CHP gewählt worden war, versammelten sich auf dem Marktplatz, um die Entscheidung zu kritisieren.
Bei dem Protest wurde der Parteienwechsel von Fıçı mit Falschgeld symbolisch angeprangert. Die Einwohner des Bezirks argumentierten, dass die Bürgermeisterin gegen den Wählerwillen gehandelt habe, und äußerten zudem ihre Unzufriedenheit mit den kommunalen Dienstleistungen in Foça.
Ein Bürger erklärte, er sei grundsätzlich gegen Bürgermeister, die ihre Partei wechseln: „Ich bin ehrlich gesagt gegen diese Parteienwechsel. Das ist eine Beleidigung für die Wähler, die dich gewählt haben. Sie wurde von der CHP gewählt, die CHP-Wähler haben für sie gestimmt. Die AKP-Wähler haben sie nicht gewählt. Wir hatten bei den Wahlen für die CHP und für Saniye gestimmt.“
Auch Ahmet Bilgin, ein Einwohner des Bezirks, reagierte auf die Entscheidung von Fıçı nach ihrer Wahl. Bilgin sagte: „Sie ist mit unseren Stimmen gekommen und hat gewonnen. Sie hat unsere Stimmen quasi verkauft. In Foça leistet sie ohnehin keine Arbeit. Die unteren Bereiche sind voller Schmutz, es gibt keine Instandhaltung. Wir sind nicht zufrieden. Ich möchte eine Bürgermeisterin, die die Partei wechselt, weder sehen noch hören.“
Sadık İrim, der nach eigenen Angaben in Foça geboren und aufgewachsen ist, gab an, bei der letzten Wahl für die CHP gestimmt zu haben, und betonte, dass er den Wechsel der Bürgermeisterin zu einer anderen Partei nicht akzeptieren könne. İrim sagte: „Wie kann das sein, ich verstehe es nicht. So etwas geht nicht. So etwas steht einer Bürgermeisterin nicht gut zu Gesicht.“
Ein weiterer Bürger, der im Ruhestand bei der Stadtverwaltung von Foça tätig war, wies auf die Mängel bei der Infrastruktur und den sozialen Einrichtungen im Bezirk hin. Der Bürger betonte, dass Probleme wie fehlende Parkplätze, Toiletten und ein unzureichender Marktplatz fortbestünden, und äußerte seinen Unmut mit den Worten: „In Foça wurde nichts getan, nicht einmal ein Nagel wurde eingeschlagen.“
Der Wechsel von Fıçı zur AKP ist im Bezirk nicht nur zu einer Debatte über politische Präferenzen geworden, sondern steht auch im Zentrum der Kritik an der lokalen Verwaltungspolitik.
Nachrichtenquelle: 12punto
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