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Vorbereitungen für eine Kommission im türkischen Parlament für einen neuen Lösungsprozess: Kurtulmuş lädt alle Parteien ein

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, gab bekannt, dass der Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aller Parteien zu einem Treffen eingeladen hat, um eine „Kommission für gesellschaftlichen Frieden und Demokratisierung“ im Rahmen des Lösungsprozesses zu gründen.

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Vorbereitungen für eine Kommission im türkischen Parlament für einen neuen Lösungsprozess: Kurtulmuş lädt alle Parteien ein

Während der seit Jahren in der türkischen Politik diskutierte Lösungsprozess im Schatten des Iran-Israel-Konflikts wieder auf die Tagesordnung rückt, kam eine bemerkenswerte Erklärung von der DEM-Partei. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, gab auf einer Pressekonferenz im Parlament bekannt, dass Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş als neuen Schritt im Lösungsprozess eine Einladung an die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aller politischen Parteien gesendet habe.

Koçyiğit sagte: „Wir möchten zum Ausdruck bringen, dass wir diese Einladung zur Gründung einer Kommission für gesellschaftlichen Frieden und Demokratisierung sehr begrüßen. Dass dieser Prozess noch vor der parlamentarischen Sommerpause eingeleitet wird, ist eine äußerst wichtige Entwicklung.“

„WIR HABEN EINE DEMOKRATISCHE UND PARTIZIPATIVE KOMMISSION ENTWORFEN“

Koçyiğit betonte, dass die DEM-Partei Vorbereitungen für diesen Prozess getroffen habe und unterstrich, dass die besagte Kommission nicht nur auf politische Parteien beschränkt bleiben dürfe. In ihrem Vorschlag erklärte sie, dass die Kommission eine breit angelegte, demokratische und auf gesellschaftlichem Konsens basierende Struktur haben müsse.

„Wir glauben, dass diese Kommission dazu beitragen wird, den Konfliktprozess, in dem sich unser Land seit Jahren befindet, zu beenden und den Weg zum Frieden zu ebnen“, sagte Koçyiğit und fügte hinzu, dass auch der rechtliche Rahmen des Prozesses diskutiert werden müsse.

„DER PROZESS MUSS TRANSPARENT SEIN, DIE OPPOSITION DARF NICHT AUSGESCHLOSSEN WERDEN“

Koçyiğit wies zudem auf das in früheren Lösungsprozessen häufig kritisierte Defizit an „Transparenz“ hin und betonte, dass der Prozess diesmal transparent und für alle Teile der Gesellschaft nachvollziehbar gestaltet werden müsse.

„Die Kurdenfrage, unser grundlegendstes Problem, muss durch einen transparenten Prozess gelöst werden, an dem auch die politische Opposition beteiligt ist. Dieser Kommissionsprozess sollte eine Arbeitsweise haben, zu der die Oppositionsparteien Beiträge leisten können und die die Öffentlichkeit jederzeit verfolgen kann“, sagte sie.

Koçyiğit erklärte, dass die zu gründende Kommission keine temporäre Struktur bleiben dürfe. Sie schlug den Aufbau einer dauerhaften Struktur vor, die nicht nur auf das Verfassen von Berichten beschränkt sei, sondern im Verlauf neue Themenfelder erschließen und konkrete Vorschläge unterbreiten könne.

„Wir sprechen nicht von einer technischen Kommission, sondern von einer Struktur, die dazu beitragen kann, den Frieden zu gesellschaftlich zu verankern, das Thema tiefgreifend zu behandeln und realistische Lösungsvorschläge anzubieten“, sagte sie.

Auch Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş hatte in einer kürzlich getätigten Erklärung betont, dass das Parlament eine aktive Rolle im Lösungsprozess übernehmen müsse. „Wir sehen, dass es in einem sehr großen Teil der Türkei gesellschaftliche Unterstützung für diesen Prozess gibt. Es ist zwingend erforderlich, dass das Parlament im weiteren Verlauf ebenfalls eingeschaltet wird“, so Kurtulmuş, der die Hoffnung äußerte, dass die Kommission noch vor der parlamentarischen Sommerpause gegründet werde.


Nachrichtenquelle: 12punto

DEM-Partei Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş Gülistan Kılıç Koçyiğit