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Warnung von Şamil Tayyar an die AKP nach Inflationszahlen

Der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar äußerte sich in den sozialen Medien zu den veröffentlichten Inflationsdaten für April und warnte vor den Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftspolitik auf die Bevölkerung. Tayyar betonte, dass der soziale Druck aufgrund der lang anhaltenden restriktiven Geldpolitik zunehme, und richtete eine deutliche Botschaft an seine Partei im Hinblick auf die anstehenden Wahlen.

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Warnung von Şamil Tayyar an die AKP nach Inflationszahlen

Mit den im April veröffentlichten Daten wurde bekannt gegeben, dass die monatliche Inflation auf 4,18 Prozent und die jährliche Inflation auf 32,37 Prozent gestiegen ist. Angesichts dieser Entwicklungen deutete der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar an, dass das Beharren der Wirtschaftsführung auf der aktuellen Politik sowohl für die Bürger als auch für die Partei Risiken berge.

Tayyar erklärte, dass die steigenden Preise nicht allein mit internationalen Entwicklungen erklärt werden könnten, und bewertete die Situation wie folgt: "Die Auswirkungen des Krieges auf Öl und Erdgas blieben begrenzt; das aktuelle Inflationsniveau ist das Ergebnis der in den letzten Jahren verfolgten Wirtschaftspolitik."

Mit Blick auf die bevorstehende Wahlperiode wies Tayyar darauf hin, dass die seit langem verfolgte Politik in der Gesellschaft für Unmut sorge. Er argumentierte, dass die seit drei Jahren praktizierte Straffungspolitik zu einer Krise geführt habe, und betonte, dass man sich eher auf die Verbesserung der Einkommensverteilung als auf die Erhöhung der Steuerlast konzentrieren müsse.

In seinem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X äußerte sich Tayyar wie folgt:

"Die Inflation für April wurde mit 4,18 Prozent bekannt gegeben.

Damit liegt die jährliche Inflation bei 32,37 Prozent.

Der durch den Krieg ausgelöste Preisanstieg bei Öl und Erdgas war unvermeidlich.

Doch das aktuelle Inflationsbild ist das Produkt der letzten drei Jahre, und der Anteil der negativen Auswirkungen des Krieges in den letzten zwei Monaten ist im Gesamtergebnis sehr gering.

Selbst wenn wir das Gegenteil annehmen würden, sind Länder letztlich auf alle Arten von Schocks vorbereitet und passen ihre Spielpläne an diese Risiken an.

Wenn man trotz veränderter Dynamiken auf dem alten Spielplan beharrt, bleibt man auf halbem Weg liegen.

Wie Hakan Aran, der Generaldirektor der İş Bankası, bereits sagte: Nach dem Iran-Krieg muss das Programm zur Inflationsbekämpfung pausiert werden.

Das ist richtig, jede neue Datenlage bestätigt diese Prognose.

Eine dreijährige Straffungspolitik funktioniert nicht; die Gesellschaft ist in einer Krise, es brennt an allen Ecken.

Man muss nun nicht mehr die Steuern, sondern den Wohlstand in der Breite verteilen; die Zeit ist gekommen, sie drängt.

Und am Horizont stehen die Wahlen an."


Nachrichtenquelle: 12punto

Şamil Tayyar