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Medyaradar-Chefredakteur Denizhan Erkoç im Gespräch mit 12punto: Entscheidung zur Zugangssperre ist nicht rechtmäßig

Der Chefredakteur der Internetseite Medyaradar, Denizhan Erkoç, hat sich zur Zugangssperre geäußert, die von der Turkuaz Medya Grubu gegen die Seite verhängt wurde. Erkoç erklärte, dass die Sperrentscheidung nicht rechtmäßig sei und dass der Einspruchsprozess aufgrund der gerichtlichen Sommerpause ins Stocken geraten sei.

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Medyaradar-Chefredakteur Denizhan Erkoç im Gespräch mit 12punto: Entscheidung zur Zugangssperre ist nicht rechtmäßig

Selçuk Ahmet ÇELİK 12punto.com.tr

Der Chefredakteur der Nachrichtenseite Medyaradar, Denizhan Erkoç, äußerte sich zu der vor 15 Tagen verhängten Zugangssperre, die aufgrund eines Artikels eines ihrer Autoren über die Turkuaz Medya Grubu erlassen wurde. Erkoç gab an, dass die Turkuaz Medya Grubu aufgrund bestimmter Formulierungen in dem Artikel eine Zugangssperre für die Seite gefordert habe. Er betonte jedoch, dass sie keinerlei offizielle Zustellung bezüglich der Zugangssperre erhalten hätten und den Artikel daher nicht von der Seite nehmen konnten.

Erkoç erklärte: "Später forderte die Turkuaz Medya Grubu erneut die Sperrung des Zugangs zur Seite. Unsere Anwälte werden nun die notwendigen Einsprüche bei den zuständigen Stellen einlegen. Eine Schließung unserer Seite ist rechtlich nicht möglich. Dieser Zustand verstößt gegen die Verfassung." Er wies darauf hin, dass aufgrund der gerichtlichen Sommerpause selbst der diensthabende Richter im Urlaub sei und der Einspruchsprozess dadurch verzögert werde.

WEDER BELEIDIGUNG NOCH SCHIMPFWÖRTER

Erkoç betonte, dass der Inhalt des Artikels weder Schimpfwörter noch Beleidigungen enthalte, sondern lediglich eine Aussage darüber treffe, dass die Gehälter der Mitarbeiter der Turkuaz Medya Grubu unzureichend seien. Er sagte: "Wir haben unsere Erklärung abgegeben. Auch der Journalistenverband hat eine Stellungnahme veröffentlicht. Die Zugangssperre für die Seite wurde auf rechtswidrige Weise verhängt, und danach gingen alle in den Urlaub."

Erkoç beendete seine Worte mit der Versicherung, dass sie den Prozess weiterverfolgen und ihre rechtlichen Ansprüche verteidigen würden.

TGC-STELLUNGNAHME LÄSST NICHT LANGE AUF SICH WARTEN

Der Türkische Journalistenverband (TGC) kritisierte die Entscheidung zur Zugangssperre gegen Medyaradar mit scharfen Worten. Der TGC erklärte, dass diese Entscheidung gegen Grundrechte und Freiheiten verstoße und fügte hinzu: „Dass Entscheidungen zur Zugangssperre so leichtfertig getroffen werden können, hat eine abschreckende Wirkung auf die Berichterstattung der gesamten Presse.“

In der vom TGC veröffentlichten Erklärung heißt es:

''Dass Entscheidungen zur Zugangssperre so leichtfertig getroffen werden können, hat eine abschreckende Wirkung auf die Berichterstattung der gesamten Presse. Laut Verfassung hat jeder das Recht auf Information, Nachrichtenbeschaffung, freies Denken, freie Meinungsäußerung und freie Kritik. Die Presse- und Rundfunkfreiheit, die der wichtigste Weg zur Ausübung der Gedanken- und Meinungsfreiheit ist, gehört zu den grundlegenden Menschenrechten. Es ist wesentlich, dass diese Rechte in einem demokratischen Rechtsstaat unter verfassungsrechtlichem Schutz stehen. Entscheidungen zur Zugangssperre dürfen sich nicht in eine Zensur verwandeln, die sich gegen das Recht der Öffentlichkeit auf Information und das Kennenlernen der Wahrheit richtet.”


Nachrichtenquelle: Selçuk Çelik

TGC medyaradar Turkuaz Medya Denizhan Erkoç