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RTÜK verhängt Geldstrafen gegen Halk TV und Koza TV

Halk TV und Koza TV wurden vom türkischen Rundfunkrat RTÜK zu einer Geldstrafe in Höhe von 1 Prozent ihres Umsatzes verurteilt, weil sie Berichte über Vorwürfe gegen ein privates Pflegeheim in Batman ausgestrahlt und damit gegen ein Sendeverbot verstoßen haben. Die Entscheidung hat die Debatte über die Pressefreiheit erneut entfacht.

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RTÜK verhängt Geldstrafen gegen Halk TV und Koza TV

Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hat gegen Halk TV und Koza TV Geldstrafen verhängt, nachdem diese in ihren Nachrichtensendungen am 19. und 20. Juni über Misshandlungsvorwürfe in einem privaten Pflegeheim in Batman berichtet hatten. In den betreffenden Sendungen wurde eine parlamentarische Anfrage der DEM-Partei-Abgeordneten für Batman, Zeynep Oduncu Kutevi, zu diesem Zentrum thematisiert, womit jedoch gegen ein am 3. Juni vom 2. Friedensgericht in Batman erlassenes Sendeverbot verstoßen wurde. Nach Feststellung dieses Sachverhalts wurden beide Sender mit einer Geldstrafe in Höhe von 1 Prozent ihrer Einnahmen belegt.

Tuncay Keser, der als Mitglied des RTÜK das CHP-Kontingent vertritt, äußerte sich über soziale Medien kritisch zu der Entscheidung. Keser erklärte dazu:

"Ein sensibler, maßvoller und gleichberechtigter Umgang bei Eingriffen in die Pressearbeit ist eine grundlegende Voraussetzung für Pressefreiheit und Pluralismus. Sendeverbote mit unbestimmten Grenzen und Laufzeiten hebeln das Recht der Presse auf Berichterstattung und das Recht der Öffentlichkeit auf Information aus.

In diesem Rahmen ist es zwingend erforderlich, eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die den Umfang, die Dauer und die Anwendungsbedingungen von Sendeverboten festlegt und die Grenzen der Berichterstattung schützt."


Nachrichtenquelle: 12punto