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TGC besuchte den in Silivri inhaftierten Merdan Yanardağ: 'Ein Journalist lügt nicht'

Die Führung des Türkischen Journalistenverbandes (TGC) besuchte den seit etwa 10 Monaten inhaftierten Chefredakteur von Tele 1, Merdan Yanardağ.

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TGC besuchte den in Silivri inhaftierten Merdan Yanardağ: 'Ein Journalist lügt nicht'

Der Vorstand des Türkischen Journalistenverbandes (TGC) besuchte sein Mitglied, den Chefredakteur von Tele 1, Merdan Yanardağ, der in der geschlossenen Strafvollzugsanstalt Marmara in Silivri inhaftiert ist.

An dem Besuch nahmen im Namen des TGC-Vorstands der Vorsitzende Vahap Munyar, die Generalsekretärin Sibel Güneş, der stellvertretende Generalsekretär Uğur Güç und das Vorstandsmitglied Zeynel Lüle teil.

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Der Türkische Journalistenverband stattete dem in Silivri inhaftierten Merdan Yanardağ einen Solidaritätsbesuch ab.

Yanardağ war am 27. Oktober 2025 im Rahmen einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Untersuchung zusammen mit Ekrem İmamoğlu und Necati Özkan wegen des Vorwurfs der „politischen Spionage“ festgenommen worden. Über die Eigentümergesellschaft von Tele 1, die ABC Radyo Televizyon ve Dijital Yayıncılık Anonim Şirketi, wurde zudem ein Zwangsverwalter eingesetzt.

Nach Angaben des TGC wurden nach dem Amtsantritt des Zwangsverwalters insgesamt 144 Journalisten in den Zentralen von Tele 1 in Istanbul, Ankara und Izmir fristlos entlassen.

Meine Moral im Gefängnis ist gut. Ich bereite ein weiteres Buch vor. Es wird wahrscheinlich 'Auf den Spuren der Republik' heißen. Ich verfolge das Tagesgeschehen. In einem Umfeld, in dem Journalisten ständig festgenommen und inhaftiert werden, sollten weder unsere Kollegen noch junge Journalistenanwärter den Mut verlieren.

— Merdan Yanardağ

Yanardağ betonte die Grundprinzipien des Journalismus und erklärte, dass es in der Türkei eine starke journalistische Tradition gebe. „Ein Journalist lügt nicht, er verleumdet nicht. Er kann die Wahrheit nicht verbiegen“, sagte Yanardağ und fügte hinzu, dass Journalisten ungeachtet ihrer politischen Ansichten an diesen Prinzipien festhalten müssten.

Yanardağ, der argumentierte, dass Tele 1 ein unabhängiges Medienmodell geschaffen habe, sagte: „Man kann Journalismus betreiben, ohne sich auf die Regierung oder das Kapital zu stützen. Wir als Tele 1 hatten das geschafft.“

Yanardağ wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und sagte: „Der gegen uns gerichtete Prozess wegen virtueller Spionage ist in sich zusammengebrochen. Mir wird vorgeworfen, während einer Live-Übertragung ein Spionagedelikt begangen zu haben. Für welchen Staat wurde Spionage betrieben? Die Antwort auf diese Frage steht nicht in der Anklageschrift.“ Yanardağ erklärte, er erwarte, bei der Anhörung am 29. September 2026 zu erscheinen und freizukommen.

TGC FORDERT FREILASSUNG

Die Vorstandsmitglieder des TGC erklärten nach dem Gefängnisbesuch, dass die Freiheitsberaubung von Journalisten aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit das öffentliche Gewissen verletze.

In der Erklärung hieß es: „Wir glauben, dass die Untersuchungshaft von Journalisten eine Ausnahme bleiben sollte. Wir fordern die sofortige Freilassung von Merdan Yanardağ.“

Der TGC kündigte an, dass er solidarisch an der Seite aller Journalisten stehe, die sich für den Zugang der Öffentlichkeit zu korrekten Informationen einsetzen und mit ungerechtfertigten Festnahmen und Inhaftierungen konfrontiert sind.


Nachrichtenquelle: 12punto

Türkischer Journalistenverband Merdan Yanardağ Tele 1 Silivri Marmara-Gefängnis Pressefreiheit Vahap Munyar