Boykottbeschluss der Jockeys: Bei den Rennen in Istanbul standen ihre Namen nicht auf den Deklarationslisten
Jockeys, die wegen Arbeitsbedingungen, Vergütungspolitik und Persönlichkeitsrechten aktiv wurden, beschlossen, nicht an den Rennen in Istanbul teilzunehmen.
Der Boykottbeschluss, den Jockeys bei Pferderennen mit der Begründung gestartet hatten, ihre Forderungen zu Arbeitsbedingungen, Vergütungspolitik und Persönlichkeitsrechten seien nicht erfüllt worden, hat sich auf das Programm in Istanbul ausgewirkt. In den Deklarationslisten der Istanbul-Rennen, die am Mittwoch, 8. Juli, stattfinden sollen, waren keine Jockeynamen aufgeführt.

In den vom Türkiye Jokey Kulübü (TJK) veröffentlichten Deklarationen hieß es, dass bei den Läufen auf dem Veliefendi-Hippodrom in Istanbul anstelle der Jockeys Aprantis, also junge Reitanwärter, die Pferde reiten werden. Branchenvertreter bewerten, dass die Entscheidung negative Folgen für den sportlichen Wettbewerb und das Prestige der Rennen haben könnte.
Der Jockey-Verband teilte mit, dass der Boykottbeschluss nicht gegen eine bestimmte Person oder Institution gerichtet sei und der Prozess neu bewertet werden könne, falls die Forderungen erfüllt und eine Einigung erzielt werde. Nach der Entscheidung dauern den Angaben zufolge die Gespräche zwischen Branchenvertretern an.
FORDERUNGEN KONZENTRIEREN SICH AUF PRÄMIENANSPRÜCHE
In der vor dem Boykott von Jockeys und Aprantis veröffentlichten gemeinsamen Erklärung wurde geltend gemacht, dass es durch die 2018 vorgenommene Änderung der Pferderennordnung zu erheblichen Verlusten bei den Prämienansprüchen gekommen sei. In der Erklärung hieß es, die Zusage des TJK, zu den früheren Prämiensätzen zurückzukehren, sei seit mehr als sieben Jahren nicht erfüllt worden; auch aus den Gesprächen mit dem TJK und dem Verband der Pferdebesitzer sei kein Ergebnis erzielt worden.
Falls eine Einigung erzielt wird, wird erwartet, dass das Rennprogramm zu seinem normalen Ablauf zurückkehrt. Sollte jedoch keine Vereinbarung zustande kommen, heißt es, der Boykott könne auf einen größeren Umfang ausgeweitet werden.
Auch der Jockey Ahmet Çelik, der das Gazi-Rennen 8 Mal gewonnen hat, betonte in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Konto, dass sich ihre Reaktion nicht gegen die Pferdebesitzer richte. Çelik verwendete die Worte: „Unser Kampf besteht nicht darin, mit irgendjemandem Streit zu suchen, sondern darin, den Gegenwert unserer Arbeit und unser Recht zu erhalten. Bitte lenken wir das Thema nicht von seinem Zweck ab.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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