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Diskussionen über neue Abseitsregel bei der FIFA

Die FIFA prüft ernsthaft eine neue Änderung der Abseitsregel, die den Spielfluss im Fußball verbessern soll.

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Diskussionen über neue Abseitsregel bei der FIFA

Die oberste Führungsebene des Fußballs prüft vor den kommenden großen Turnieren einige wichtige Regelrevisionen. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte auf dem World Sports Summit in Dubai, dass eine radikale Änderung insbesondere bei der Abseitsregel möglich sei. Der Vorschlag basiert auf dem neuen Abseitsansatz, den der ehemalige Arsenal-Trainer Arsene Wenger ins Gespräch gebracht hat.

Infantino äußerte sich zum Vorbereitungsprozess wie folgt: „Die Regel, die sich über Jahre hinweg entwickelt hat, wird nun erneut diskutiert. Es steht nun die Idee im Raum, dass ein Spieler nur dann im Abseits steht, wenn er sich vollständig vor dem Verteidiger befindet.“

Dem neuen Regelvorschlag zufolge soll eine Abseitsentscheidung nur dann getroffen werden, wenn sich der gesamte Körper des angreifenden Spielers hinter der Verteidigungslinie befindet, nicht nur ein Teil davon. Dies soll das Spiel beschleunigen und den Offensivfußball fördern. Nach der derzeit geltenden Regel wird bereits auf Abseits entschieden, wenn sich irgendein Körperteil des Angreifers vor dem Verteidiger befindet.

Eine solche Änderung könnte den Spielstil und die Defensivstrategien auf beiden Seiten des Spielfelds erheblich beeinflussen. FIFA-Funktionäre erklärten, dass verschiedene Pilotprojekte durchgeführt werden sollen, um diese und andere mögliche Regelneuerungen zu testen.

KRITIK VON ITALIENISCHEM EXPERTEN

Diese potenzielle Änderung löst jedoch weltweit Diskussionen aus. Luca Marelli, ein bekannter Name im italienischen Schiedsrichterwesen, argumentiert, dass es insbesondere in Ländern mit begrenzter Technologie zu großen Schwierigkeiten bei der Umsetzung kommen könnte. Laut Marelli: „Während es einfach ist, nur ein Körperteil hinter der Linie zu erkennen, ist es sehr schwierig, sicherzustellen, dass sich der gesamte Körper dahinter befindet. Dieses System könnte in einigen Ligen zu Chaos führen.“

Darüber hinaus äußerte Marelli die Befürchtung, dass Verteidiger dazu übergehen könnten, das Spiel tiefer anzunehmen und eine konservativere Herangehensweise zu wählen, was den Offensivfußball negativ beeinflussen könnte. Er betonte, dass es zu früh sei, ein endgültiges Urteil zu fällen, bevor man sehe, wie sich solche neuen Anwendungen auf die Spiele auswirken, merkte jedoch an, dass viele Fragen offen seien.

NEUE TESTS DER FIFA UND WEITERE ÄNDERUNGEN

Infantino kündigte zudem an, dass die FIFA im Laufe des Jahres 2025 verschiedene Regeln und Anwendungen testen werde. Zu den Versuchen gehören Körperkameras für Schiedsrichter, eine Acht-Sekunden-Regel für Torhüter und eine „Green Card“-Anwendung für den Video-Assistenten (VAR). Die FIFA wird alle Änderungsvorschläge nach Beobachtung in Pilotprojekten bei internationalen Turnieren endgültig bewerten.

Die Fußballwelt konzentriert sich nun darauf, welche Richtung diese möglichen Regeländerungen dem Sport geben werden. Die endgültigen Entscheidungen werden voraussichtlich vor der Weltmeisterschaft 2026 feststehen.


Nachrichtenquelle: 12punto

UEFA FIFA-Spiel