Emre Belözoğlu packt über Galatasaray und Fenerbahçe aus
Der Trainer Emre Belözoğlu äußerte sich in einem YouTube-Kanal zu seiner Karriere bei Fenerbahçe und gab Einblicke in seine Zeit bei Galatasaray.
Der ehemalige Fenerbahçe-Spieler und Trainer Emre Belözoğlu war zu Gast beim YouTube-Kanal Kafa Sports.
Dort sprach Belözoğlu offen über seinen Wechsel von Galatasaray zu Inter Mailand sowie über seine Karriere bei Fenerbahçe.
Die Aussagen von Emre Belözoğlu im Wortlaut:
"WIR HÄTTEN BEI GALATASARAY BLEIBEN KÖNNEN"
"Inter hat damals sowohl Okan (Buruk) als auch mich beobachtet. Tatsächlich entwickelte sich der Transfer von Okan erst etwas später. Mich haben sie ein Jahr lang beobachtet, bei Okan reichten ihnen zwei Spiele, und sie sagten: 'Wir haben einen besseren Spieler als Emre gefunden.' Er blieb zwei Jahre mit mir zusammen dort, dann kehrte er zu Beşiktaş zurück. Ich blieb nach ihm noch 1,5 Jahre bei Inter. Der Transferprozess zu Inter war für uns damals sehr herausfordernd. Wir hätten damals bei Galatasaray bleiben können, aber nach den Erfolgen in Europa kamen sehr ernsthafte Angebote. Ich möchte das nicht auf die Führungsebene beziehen, aber wenn sie es wirklich gewollt hätten, wären wir damals bei Galatasaray geblieben."
"WIR TRUGEN DIE LAST DES 3. JULI, ANDERE GENOSSEN DEN ERFOLG"
"Der beste Spieler, mit dem ich je zusammengespielt habe, ist Ronaldo, in der Türkei war es Hagi. Dieser Kader (1999-2000) ist vielleicht der beste, den die Türkei je gesehen hat."
"Da ich die Zeit des 3. Juli miterlebt habe, habe ich mich immer wertvoll gefühlt. Manchmal vergessen die Menschen Dinge, vielleicht ist das Vergessen das größte Geschenk Gottes an den Menschen. Der 3. Juli war eine der schwierigsten Phasen für Fenerbahçe, diesen großen Verein. Vielleicht sogar die schwierigste. Die Person, die damals die Fahne hochhielt (Aykut Kocaman), und die Spieler, die ihm dabei halfen, standen hinter ihm. Ich finde dieses Bild sehr wichtig. Nach dem Besuch bei unseren Führungskräften, bei Aziz Yıldırım, nach der Entlassung aus dem Gefängnis... Es war sehr belastend, wir trugen die Last, aber später genossen andere den Erfolg. Jeder hat sich seinen Anteil genommen. Als das passierte, als diese große Operation gegen Fenerbahçe durchgeführt wurde, war ich dort Spieler. Wir haben sehr gelitten."
"DIE MANNSCHAFT VON 2011 HÄTTE IN EUROPA ERFOLGREICH SEIN KÖNNEN"
"Die Mannschaft von 2010/11 war ein sehr gutes Team. Sie hat bis zum letzten Moment um die Meisterschaft gekämpft und sie gewonnen. Jede Meisterschaft ist für jede Mannschaft und jeden Spieler redlich verdient. Ich denke, dieser Prozess hat dazu beigetragen, dass die Spaltung in der Türkei ein sehr beunruhigendes Ausmaß erreicht hat. Die Mannschaft von 2010/11 hätte mit dem Team, das danach aufgebaut werden sollte, auch in Europa große Erfolge erzielen können. Selbst das Sivas-Spiel, in dem wir Meister wurden, war sehr schwierig. Wenn Menschen urteilen, bewerten sie es manchmal nur nach dem, was sie sehen. Jeder denkt, er sei ein sehr guter Fußballer. Es herrscht die Meinung, unser Beruf sei sehr einfach, das ist sehr beunruhigend. Nicht jeder kann auf höchstem Niveau Fußball spielen."
"Ich glaube nicht, dass die Fußballwelt aufrichtig ist. Weder die Präsidenten, die Manager, die Medienvertreter, einige meiner Spielerkollegen noch die Trainer..."
"ICH WOLLTE, DASS TRAINER EROL BLEIBT"
"In der Saison 2020/21 kamen wir in den letzten 10 Wochen von einem Rückstand von 8-9 Punkten auf einen Punkt heran. Wir hatten 10 Wochen Zeit. Erol Hoca (Erol Bulut) ging, die Führung traf diese Entscheidung. Ich wollte eigentlich, dass Erol Hoca bis zum Saisonende bleibt. Dann baten sie mich, die Mannschaft zu übernehmen. Ich hatte Erol Hoca eigentlich gesagt, dass ich nicht als Sportdirektor arbeiten möchte. Ich wollte entweder als Spieler oder als Trainer weitermachen, aber als sowohl der Trainer als auch die Führung den Wunsch äußerten, fing ich nach meiner aktiven Zeit so an. Ich hätte damals noch 5-10 Spiele als Spieler machen können, aber Erol Hoca wollte das nicht. Auch während des Trennungsprozesses wollte ich nicht, dass er geht. Ich dachte zwar, dass wir nicht Meister werden würden, aber er hatte es verdient, bis zum Saisonende zu bleiben. Manchmal, nein, meistens tun sie uns Unrecht, aber wir schweigen. Wir haben auf dem Platz genug geantwortet."
"ICH MAG ALEX SEHR"
"Ich mag Alex, wie jeder Fenerbahçe-Fan. Wir haben uns auf dem Platz sehr gut verstanden. Fenerbahçe hatte damals ein sehr starkes Rückgrat. Volkan, Lugano, ich, Alex..."
Nachrichtenquelle: 12punto
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