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14.012

Europäische Verbände könnten Unterstützungsschreiben für Infantino zurückziehen

Es heißt, dass UEFA-Mitgliedsverbände planen, den Druck auf Infantino zu erhöhen, indem sie die Unterstützungsschreiben zurückziehen, die sie für die FIFA-Wahlen 2027 eingereicht hatten.

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Europäische Verbände könnten Unterstützungsschreiben für Infantino zurückziehen

Im europäischen Fußball könnte die Unzufriedenheit mit FIFA-Präsident Gianni Infantino eine neue Stufe erreichen. Berichten zufolge erwägen zahlreiche UEFA-Mitgliedsverbände, die Schreiben zurückzuziehen, die sie zuvor zur Unterstützung einer Wiederwahl Infantinos im Jahr 2027 eingereicht hatten.

Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Schritt entweder kollektiv oder durch aufeinanderfolgende Erklärungen der einzelnen Länder vollzogen werden könnte. Dieser Vorstoß wird als faktisches Misstrauensvotum gegen Infantino gewertet und dürfte den Rücktrittsdruck auf den FIFA-Präsidenten weiter verschärfen.

Im Zentrum der Spannungen steht das Scheitern des Projekts „FIFA Forward Enterprise“, das vorsah, bestimmte kommerzielle Rechte der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Die Einstellung des Plans wird auf Warnungen der UEFA-Mitgliedsverbände zurückgeführt, künftige FIFA-Veranstaltungen boykottieren zu können.

UNTERSTÜTZUNGSSCHREIBEN IM FOKUS

Vor der für März 2027 erwarteten FIFA-Präsidentenwahl galt die Wiederwahl Infantinos für eine vierte Amtszeit als sicher. Vor der Krise sollen 52 der 55 UEFA-Mitglieder – mit Ausnahme von Deutschland, Rumänien und Norwegen – Unterstützungsschreiben für Infantino eingereicht haben.

Damit ein Verband ein bereits übermitteltes Unterstützungsschreiben zurückziehen kann, muss er eine offizielle Mitteilung an die FIFA richten. Es heißt, dass die Verbände in Europa nicht nur untereinander, sondern auch mit Ländern anderer Konföderationen in Kontakt stehen.

FIFA'da Infantino krizi derinleşiyor: UEFA'dan 'hesap verin' çağrısı |  Euronews

Während die Suche nach einer gemeinsamen Haltung gegen Infantino andauert, gab es aus einigen Ländern der Asiatischen Fußballkonföderation Unterstützungserklärungen für den FIFA-Präsidenten. Katar am Samstag sowie Sri Lanka und Kuwait am Sonntag sollen ihre Unterstützung für Infantino bekundet haben. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die asiatischen Länder bei FIFA-Wahlen nicht immer als geschlossener Block agieren.

''MEHR ALS 200 LÄNDER HATTEN UNTERSTÜTZUNGSSCHREIBEN EINGEREICHT''

Laut einem Bericht des Guardian vom Juli hatten mehr als 200 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände Schreiben eingereicht, die eine Wiederwahl Infantinos unterstützten. Im selben Bericht wurde behauptet, dass einige Verbände in vertraulichen Gesprächen Bedenken gegenüber der Führung Infantinos geäußert, dennoch aber ihre Unterstützung erklärt hätten.

Ein weiterer Aspekt der in Europa laufenden Initiative ist die Suche nach einem möglichen neuen Präsidentschaftskandidaten. Es wird eingeschätzt, dass ein Gegenkandidat zu Infantino nicht nur aus Europa, sondern insbesondere auch aus Asien sowie der Region Nord-, Mittelamerika und Karibik beachtliche Unterstützung erhalten müsste.

Sollte es gelingen, sich in kurzer Zeit auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen, wird dies als einer der wichtigsten Faktoren angesehen, der die Chancen Infantinos auf eine Fortsetzung seiner Amtszeit schwächen könnte.



Nachrichtenquelle: 12punto

FIFA Gianni Infantino UEFA Weltmeisterschaft FIFA-Präsidentenwahl Europäischer Fußball