Wettskandal bestätigt Zorbay Küçük: Konten mit seinen Identitätsdaten eröffnet
Die Antworten der Wettanbieter an die Staatsanwaltschaft haben enthüllt, dass die Identitätsdaten des Süper-Lig-Schiedsrichters Zorbay Küçük gestohlen wurden. Es wurde festgestellt, dass die Konten mit unterschiedlichen Telefonnummern und Bankdaten eröffnet wurden und Wetten ausschließlich mit Aktionsboni platziert wurden.
Während der türkische Fußball in den letzten Wochen von einem „Wettskandal“ erschüttert wurde, sind neue Informationen über den Süper-Lig-Schiedsrichter Zorbay Küçük ans Licht gekommen, gegen den Vorwürfe erhoben wurden.
Im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft geführten Ermittlungen zeigten die Antworten der Wettanbieter, dass Küçüks Identitätsdaten ohne seine Zustimmung verwendet wurden.
Zorbay Küçük, einer der am meisten diskutierten Namen unter den 152 Schiedsrichtern, die an das Professionelle Fußball-Disziplinarkomitee (PFDK) verwiesen wurden, hatte die Vorwürfe, gewettet zu haben, zurückgewiesen und diesbezüglich Strafanzeige erstattet.
Es wurde festgestellt, dass die Identitätsdaten von Küçük, dessen Name vom Präsidenten des türkischen Fußballverbandes (TFF), İbrahim Hacıosmanoğlu, öffentlich genannt wurde, gestohlen worden waren.
Die Tatsache, dass der TFF den Namen ohne die notwendigen Untersuchungen öffentlich machte, wirft Fragen zur Verantwortung des Verbandes auf; der Diebstahl der Identitätsdaten weist auf ein Versagen der staatlichen Aufsicht hin, während die Zulassung gefälschter Konten die Sicherheitsmängel der Wettanbieter offenbart.
ANTWORTEN DER UNTERNEHMEN NESİNE UND MİSLİ AN DIE STAATSANWALTSCHAFT
Nach Informationen des Journalisten Murat Ağırel wurden im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen Schreiben an die legalen Wettanbieter Nesine und Misli gesendet. Beide Unternehmen übermittelten der Staatsanwaltschaft detaillierte Informationen und Transaktionsprotokolle zu den Konten, die angeblich auf den Namen von Zorbay Küçük eröffnet wurden.
IDENTITÄTSDATEN IDENTISCH, ANDERE DATEN ABWEICHEND
In den Antworten der Unternehmen wurde angegeben, dass die Identitätsdaten bei den auf Zorbay Küçüks Namen eröffneten Konten zwar korrekt waren, die Bankkonten und Telefonnummern jedoch zu anderen Personen gehörten.
Zudem wurde erklärt, dass über diese Konten ausschließlich im Rahmen von „Willkommensbonus“-Kampagnen gewettet wurde und keine Ein- oder Auszahlungen stattfanden.
Es wurde betont, dass das System trotz der Identitätsprüfung bei den Wettseiten die Eröffnung von Konten mit unterschiedlichen Mobiltelefonnummern und Bankdaten zuließ.
SICHERHEIT PERSONENBEZOGENER DATEN WIEDER IM FOKUS
Diese Entwicklungen haben ernsthafte Fragen zur Sicherheit personenbezogener Daten aufgeworfen. Während angegeben wird, dass die Zahl der Personen, die in der Türkei legal oder illegal wetten, bei etwa 38 Millionen liegt, gibt es keine klaren Daten darüber, für wie viele Personen durch den Diebstahl von Identitätsdaten Konten eröffnet wurden.
Nachrichtenquelle : 12punto
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