Haftstrafe für Selahattin Baki gefordert!
Nach dem ereignisreichen Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahçe wurde ein Verfahren gegen den damaligen Fenerbahçe-Vorstand Selahattin Baki eingeleitet, weil er den Galatasaray-Vorstand Eray Yazgan beleidigt haben soll. In der Anklageschrift wird für Selahattin Baki wegen des Vorwurfs der „Beleidigung“ eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten und 15 Tagen bis zu 2 Jahren und 4 Monaten gefordert.
Nach dem Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahçe am 37. Spieltag der vergangenen Süper-Lig-Saison wurde ein Verfahren eingeleitet, da der damalige Fenerbahçe-Vorstand Selahattin Baki den Galatasaray-Vorstand Eray Yazgan beleidigt haben soll.
In der von der Schlichtungsstelle der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift heißt es, dass die Ermittlungen nach einer Strafanzeige eingeleitet wurden, die Metin Sinan Arslan, der Anwalt von Eray Yazgan, nach den Vorfällen beim Spiel am 19. Mai bei der Staatsanwaltschaft eingereicht hatte. In der Anklageschrift wird festgehalten, dass auf einer Videoaufnahme, die Yazgans Anwalt den Akten beigefügt hatte, festgestellt wurde, dass Baki Yazgan beleidigt hat.
Laut der in der Anklageschrift enthaltenen Aussage gegenüber der Staatsanwaltschaft behauptete der Angeklagte Baki, er kenne den Kläger Yazgan nicht und habe weder beleidigt noch sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen.
WAS PASSIERTE AUF DEM FELD?
Baki erklärte, dass er das Spiel trotz seines Platzes im Stadion von einem Fernseher in dem Raum aus verfolgt habe, der Ahmet Ketenci und der Fenerbahçe-Delegation zugewiesen war. Er sagte, sie hätten nach dem Spiel die Fenerbahçe-Fans grüßen wollen, konnten dies jedoch nur etwa 10 bis 15 Sekunden lang tun und den Sieg feiern, da sie aufgrund der Warnungen offizieller und inoffizieller Mitarbeiter nicht lange auf dem Spielfeld bleiben konnten.
Baki berichtete weiter, dass sie Ali Koç, der später in die Umkleidekabine kam, mitgeteilt hätten, dass die Spieler den Sieg auf dem Feld nicht hätten feiern können. Daraufhin hätten sie beschlossen, das Spielfeld zu betreten, um den Sieg mit den Fenerbahçe-Fans zu feiern, da sie davon ausgingen, dass die Galatasaray-Fans das Stadion bereits verlassen hätten.
Baki betonte, dass Ali Koç ihn gewarnt habe, sich in keine Vorfälle zu verwickeln, da er bereits zuvor bei der Staatsanwaltschaft gewesen sei. Er schilderte, dass einige Personen, die er für Mitarbeiter des Vereins Galatasaray hielt, beim Verlassen der Umkleidekabine und auf dem Weg zum Spielfeld gesagt hätten, dass ein Betreten des Feldes nicht angemessen sei, und dass einige Mitarbeiter versucht hätten, sie beim Betreten des Platzes aufzuhalten.
BAHÇETEPES AUSSAGE AUFGENOMMEN
In der Anklageschrift wird zudem erwähnt, dass die Aussage des Galatasaray-Vorstands Bora İsmail Bahçetepe als „Auskunftsperson“ aufgenommen wurde.
Laut dieser Aussage gab Bahçetepe an, dass er sich am Ausgang des Protokollbereichs befunden habe, um den Abgang der Fenerbahçe-Funktionäre zusammen mit Eray Yazgan zu begleiten.
Bahçetepe erklärte, dass das Stadion leer gewesen sei, als Ali Koç und seine Begleiter mit privatem Sicherheitspersonal auf das Spielfeld zugingen. Yazgan habe die Warnung ausgesprochen: „Was ihr tut, ist eine Straftat, bitte verlasst das Feld!“, woraufhin Baki Yazgan schwer beleidigt habe.
KEINE EINIGUNG BEI DER STAATSANWALTSCHAFT
In der Anklageschrift wird für Selahattin Baki wegen des Vorwurfs der „Beleidigung“ eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten und 15 Tagen bis zu 2 Jahren und 4 Monaten gefordert.
Es wird zudem darauf hingewiesen, dass das Delikt der „Beleidigung“ zwar unter das Schlichtungsverfahren fällt, jedoch nach Verhandlungen zwischen den Parteien keine Einigung zwischen dem Angeklagten und dem Kläger erzielt werden konnte.
Der Prozess gegen Baki wird in den kommenden Tagen vor dem 53. Strafgericht erster Instanz in Istanbul beginnen.
Nachrichtenquelle: AA
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