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Hamit Altıntop äußert sich zur Nationalmannschaft und Deniz Undav: Nicht die Namen, sondern unser Land ist wichtig

Der ehemalige Nationalspieler Hamit Altıntop bewertete den Weg zur Weltmeisterschaft der A-Nationalmannschaft, die Arbeit von Montella und die Entscheidung von Deniz Undav für Deutschland.

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Hamit Altıntop äußert sich zur Nationalmannschaft und Deniz Undav: Nicht die Namen, sondern unser Land ist wichtig

Der ehemalige Nationalspieler und frühere Vorstandsmitglied des türkischen Fußballverbandes Hamit Altıntop, der seit einem Jahr in Los Angeles lebt, äußerte sich kritisch und aufschlussreich zum türkischen Fußball. Altıntop analysierte die Ereignisse rund um die A-Nationalmannschaft während des Weltmeisterschaftsprozesses und betonte, dass in der Nationalmannschaft das Bewusstsein für das Land wichtiger sei als einzelne Namen.

Hamit Altıntop’un takım elbiseli portre fotoğrafı.
Hamit Altıntop erklärte, dass er in Los Angeles seine Beobachtungen und Studien fortsetze, um einen Beitrag zum türkischen Fußball zu leisten.

Altıntop, der daran erinnerte, dass er Vater von sechs Kindern ist, gab an, in letzter Zeit mehr Zeit mit seiner Familie verbracht zu haben; darüber hinaus untersuche er in den USA intensiv Themen wie Sportinfrastruktur, Marketing, Kommunikation und Führung. Er betonte, dass er sich nicht vom Fußball entfernt habe und sagte: „Fußball ist mein Leben“, während er an Projekten arbeite, die in Zukunft gemeinsam mit der Türkei umgesetzt werden könnten.

Altıntop erklärte, dass für nachhaltigen Erfolg im türkischen Fußball die richtigen Akteure, das richtige Umfeld und die richtige Struktur erforderlich seien. Mit Verweis auf das Beispiel Kroatien äußerte der ehemalige Nationalspieler, dass die Türkei stabilere Ergebnisse erzielen könne, wenn sie ihr Potenzial um ein gemeinsames Ziel bündele. Auf die Frage, ob er Ambitionen auf das Amt des Verbandspräsidenten habe, antwortete er: „Unter diesen Bedingungen nein. Wenn man Respekt und Zuneigung erfährt, könnte es sein, aber ich habe nicht das Bedürfnis, mich beweisen zu müssen.“

BETONUNG AUF MENTALE DEFIZITE IN DER NATIONALMANNSCHAFT

Altıntop bewertete auch die Leistung der A-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft und sagte, dass er in der Zeit vor dem Turnier einige mentale Defizite gespürt habe. Er bezeichnete es als erfreulich, dass man sich nach 24 Jahren durch Play-off-Spiele für die Weltmeisterschaft qualifiziert habe, merkte jedoch an, dass die Art und Weise, wie das Team aus dem Turnier ausgeschieden sei, für Enttäuschung gesorgt habe.

Altıntop betonte, dass es nicht allein ausreiche, dass die Spieler in großen Ligen unter Vertrag stünden, und unterstrich, dass das Trikot der Nationalmannschaft ein Bewusstsein für die Repräsentation erfordere. „Hier vertritt niemand sich selbst, sondern die Türkei. Die Namen sind nicht wichtig, unser Land ist wichtig“, sagte Altıntop und fügte hinzu, dass Egos im Umfeld der Nationalmannschaft keinen Platz haben dürften.

Der erfahrene Fußballfachmann erklärte, dass bei hochkarätigen Turnieren wie der Weltmeisterschaft der letzte Schritt eher vom Charakter als vom Talent abhänge. Altıntop wies auf die Bedeutung der Konzentration hin und stellte die rhetorische Frage, ob die Spieler für die Chance auf ein Halbfinale oder Finale ihre Handys für 45 Tage ausschalten würden, und kommentierte: „Vielleicht hätte ich ihre Handys ausschalten lassen.“

Bezüglich der Kritik an Trainer Vincenzo Montella sagte Altıntop, er halte es nicht für richtig, die Angelegenheit über Personen zu diskutieren. Altıntop wies darauf hin, dass Montella in kurzer Zeit sowohl eine Europameisterschaft als auch eine Weltmeisterschaft erlebt habe, und äußerte: „Ich glaube nicht, dass das Problem Montella ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir einen sehr guten Trainer haben.“

KONTAKT ZU DENIZ UNDAV AUFGENOMMEN

Hamit Altıntop äußerte sich auch zu Deniz Undav, der sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden hat. Altıntop erklärte, dass er während der Amtszeit von Stefan Kuntz mit Undav in Kontakt gestanden habe. Er berichtete, dass der Spieler beim ersten Gespräch anders gedacht habe, von anderen Zielen überzeugt gewesen sei und diesen Weg habe weiterverfolgen wollen.

Altıntop betonte, dass man den Prozess ernsthaft angegangen sei und sagte: „Wir haben uns für Deniz genauso eingesetzt wie für Deniz Gül, Can Uzun oder Aral. In dieser Hinsicht ist unser Gewissen sehr rein.“ Er drückte seine Überzeugung aus, dass die Bemühungen, im Ausland aufgewachsene türkische Fußballer für die Nationalmannschaft zu gewinnen, fortgesetzt würden, und erklärte, dass es 4-5 ernsthafte Kandidaten gebe, diese Angelegenheiten jedoch individuelle Themen seien.

Altıntop bewertete auch andere Mannschaften bei der Weltmeisterschaft und sagte, dass Marokko durch Leidenschaft und Zusammenhalt aufgefallen sei, Frankreich zu den Favoriten zähle und Spanien sowie England Teams seien, die im Turnier weit kommen könnten. Für die Süper Lig betonte Altıntop, dass der Wettbewerb qualitativ hochwertiger werden müsse, und wies auf die Bedeutung eines inhaltlich orientierten Fußballklimas anstelle von Streit und Polemik hin.


Nachrichtenquelle: 12punto

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