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Vorbereitungen für Chip-Bälle in der Süper Lig: Kosten und Infrastrukturbedarf des neuen Systems rücken in den Fokus

In der Süper Lig ist für die zweite Hälfte der Saison 2026/27 die Einführung von Spielbällen mit integrierten Chips geplant. Das System erfordert Investitionen, die von den Ballkosten bis hin zur VAR-Infrastruktur reichen.

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Vorbereitungen für Chip-Bälle in der Süper Lig: Kosten und Infrastrukturbedarf des neuen Systems rücken in den Fokus

Der Countdown für die Integration von Sensortechnologie in die Spielbälle der Süper Lig hat begonnen. Den Planungen zufolge wird die Türkei in der zweiten Hälfte der Saison 2026/27 eine der großen nationalen Ligen sein, die das als „Chip-Ball“ bekannte System einführt.

Die in der Öffentlichkeit als Chip-Ball bezeichnete Anwendung besteht nicht nur aus einem Sensor im Inneren des Balls. Das System basiert auf dem Zusammenspiel von Trägheitssensoren im Ball, Hochgeschwindigkeits-Tracking-Kameras, KI-gestützter Datenverarbeitung und der VAR-Infrastruktur. Daher umfasst der Umstellungsprozess neben der Anschaffung neuer Bälle auch zusätzliche Aspekte wie Stadioninfrastruktur, technisches Personal und Datenverarbeitungskapazitäten.

Der im Ball platzierte IMU-Sensor kann Kontakte mit dem Ball hunderte Male pro Sekunde messen. Diese Daten werden zusammen mit Kamerasystemen ausgewertet, um beispielsweise bei halbautomatischen Abseitsentscheidungen den Moment des Ballkontakts beim Abspiel zu bestimmen und Schiedsrichterentscheidungen zu verifizieren.

KOSTEN UND INFRASTRUKTUR ALS WICHTIGE THEMEN

Einer der meistdiskutierten Aspekte der neuen Technologie sind die Kosten. Der Preis für Spielbälle mit Chip liegt höher als bei Standardbällen. Es wird angegeben, dass die Spielball-Version des offiziellen WM-Balls 2026 von Adidas, „Trionda“, aufgrund des speziellen Chips im Inneren bei etwa 170 Dollar liegt.

Die Kosten beschränken sich jedoch nicht nur auf den Ballpreis. Das System erfordert eine VAR-Integration, neue Kamerapositionierungen, eine Datenverarbeitungsinfrastruktur, geschultes technisches Personal und eine logistische Planung. Die Sensordaten werden in Verbindung mit speziellen Tracking-Kameras im Stadion genutzt; diese Kameras beobachten sowohl den Ball als auch die Spieler und liefern Daten an das KI-System.

Der Dreijahresvertrag des türkischen Fußballverbandes (TFF) mit Adidas aus dem Jahr 2025 über offizielle Spielbälle gilt als einer der Faktoren, die die Anpassung der Sensortechnologie an die Ligabälle erleichtern. Die Patentstruktur von Adidas in diesem Technologiebereich und die offizielle Ballsponsorenschaft spielen eine entscheidende Rolle für den Zeitplan der Umstellung.

In den fünf großen europäischen Ligen ist die Anwendung von Chip-Bällen noch nicht weit verbreitet. Als Hauptgründe hierfür werden unterschiedliche Ballsponsoren, bestehende VAR-Infrastrukturen, die Patentlage und hohe Installationskosten genannt. Obwohl in der Bundesliga in dieser Saison wieder Adidas-Bälle verwendet werden, enthält das eingesetzte Modell keinen Chip; das halbautomatische Abseitssystem arbeitet über optische Tracking-Kameras.

Im Frauenfußball wird erwartet, dass die englische Women's Super League ab der Saison 2026/27 die Chip-Ball-Technologie einsetzen wird. Auch von Seiten der LaLiga wurden Ziele für ein vollautomatisches Abseitssystem geäußert, jedoch gibt es noch keine offizielle Ankündigung zur Verwendung von Sensoren im offiziellen Spielball.



Nachrichtenquelle: 12punto

Süper Lig Chip-Ball VAR Türkischer Fußballverband Adidas Halbautomatisches Abseits Fußballtechnologie