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Betonklotz vor der historischen Burg Bayburt! „Es herrscht Bauterror“

Ein direkt vor der Burg Bayburt errichteter Betonbau hat den Unmut der Bevölkerung erregt. Das Gebäude, das die historische Silhouette der Stadt beeinträchtigen soll, wird als „optische Verschandelung“ kritisiert. Anwohner haben sich mit der Bitte um eine Lösung an die Behörden gewandt.

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Betonklotz vor der historischen Burg Bayburt! „Es herrscht Bauterror“

Ein Betonbau, der vor der Burg Bayburt errichtet wurde – dem Wahrzeichen der Stadt und drittgrößten Burg der Türkei –, hat in der Stadt für Diskussionen gesorgt. Anwohner sind empört, da das Gebäude, das direkt gegenüber der historischen Bausubstanz in die Höhe ragt, das Stadtbild verschandelt. Auf Luftaufnahmen ist zu erkennen, dass das Bauwerk deutlich höher ist als die umliegenden Gebäude.

Die Burg Bayburt, die sich über eine Fläche von etwa 150.000 Quadratmetern erstreckt und durch ihre 3 Kilometer langen Mauern sowie eine Höhe von bis zu 30 Metern besticht, wurde über Jahrhunderte hinweg sowohl militärisch als auch zivil genutzt. Die Burg, die eine Geschichte von den Saltukiden über Byzanz bis hin zum Osmanischen Reich und der heutigen Zeit in sich vereint, nimmt in der Türkei den dritten Platz in Bezug auf ihre Größe ein. Doch der direkt vor einem derart wertvollen historischen Bauwerk errichtete Betonbau hat in der Bevölkerung für Unbehagen gesorgt.

ERINNERUNG AN DIE ARBEITEN WÄHREND DER ÄRA PEKMEZCİ

Dieses neue Gebäude, das auf Kritik stößt, hat ein positives Projekt aus der Vergangenheit wieder in Erinnerung gerufen. Während der Amtszeit des früheren Bürgermeisters Hükmü Pekmezci wurden die oberen Stockwerke zweier 6- und 4-stöckiger Gebäude enteignet und abgerissen, um die Silhouette der Burg vom Platz des Uhrturms aus freizulegen. Diese Initiative wurde damals in der Öffentlichkeit sehr begrüßt. Doch betrachtet man heute denselben Punkt, wird deutlich, dass der neue Betonklotz den ästhetischen Wert der Burg überschattet.

„IST DIESER ANBLICK WIRKLICH SCHÖN?“

Bahtinur Daştan, die in Istanbul lebt und für ihren Urlaub in ihre Heimatstadt Bayburt zurückgekehrt ist, erklärte, dass das neue Bauwerk der historischen Burg schade, und äußerte sich wie folgt:

„Dieses neu errichtete Gebäude hat das Bild und das Gesicht der Burg zerstört. Diese Burg gehört uns allen, wir lieben diese Orte sehr. Ob die Straßen in unserem Viertel oder die Treppen – alles ist in einem schlechten Zustand. Sie sollten sich einmal die Umgebung ansehen. Wir finden das überhaupt nicht schön, es ist nicht gut. Wer auch immer dafür zuständig ist, sollte sich das bitte ansehen. Ist dieser Anblick wirklich schön?“

„IN BAYBURT GIBT ES NICHT NUR DUTZENDE, SONDERN HUNDERTE SOLCHER MONSTROSITÄTEN“

Der Anwohner Gürsel Karapınar betonte, dass dieses Bauwerk kein Einzelfall sei. Er erklärte, dass die architektonische Identität der Stadt durch ähnliche Bauten zerstört werde und argumentierte, dass Bayburt sich quasi an diese verunstalteten Anblicke gewöhnt habe. Mit Blick auf das im Hintergrund aufragende Gebäude sagte er: „In Bayburt gibt es nicht nur Dutzende, sondern Hunderte solcher Monstrositäten.“

„WIR ÄUSSERN KRITIK, ABER NIEMAND HÖRT ZU“

Karapınar gab an, dass sie sich bei vielen Institutionen gegen den Bau dieses Gebäudes beschwert hätten, jedoch ohne Ergebnis. Er berichtete, dass sie bei der Stadtverwaltung und dem Gouverneursamt vorstellig geworden seien und Petitionen beim Denkmalschutzrat eingereicht hätten, doch alle Bemühungen seien unbeantwortet geblieben. Karapınar kritisierte die Situation noch schärfer: „In Bayburt wurde ein solcher Rentenmechanismus etabliert, dass dieser Mechanismus einfach nicht gestoppt werden kann, und deshalb wird gegen solche Dinge keine Stimme erhoben.“

„DIESES ARCHITEKTONISCHE VERSTÄNDNIS BEDROHT AUCH UNSERE KULTUR“

Karapınar, der argumentiert, dass die Stadt zunehmend unbewohnbar werde, sagte, dass die Fehlbebauung nicht nur die visuelle Ästhetik, sondern auch das soziale und kulturelle Gefüge von Bayburt bedrohe. „Die Architektur einer Stadt ist ein Indikator für das Bildungs- und Kulturniveau dieser Stadt“, sagte Karapınar und drückte seine Empörung über den aktuellen Zustand mit den Worten „Wir sind in einer zum Weinen zumute Lage“ aus. Er fügte hinzu, dass es noch trauriger sei, dass die Gesellschaft so tue, als hätte sie sich mit dieser Situation abgefunden.

„DIE EINZIGE HOFFNUNG AUF EINEN ABRISS IST DER PRÄSIDENT“

Karapınar behauptete, dass das betreffende Gebäude nur durch einen hohen politischen Willen abgerissen werden könne. Zu diesem Thema sagte er: „Dieses Gebäude kann nur durch den Willen unseres Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan abgerissen werden. Es gibt keine andere Alternative.“ Karapınar fügte hinzu, dass sie versuchten, sich nicht nur gegen dieses Gebäude, sondern gegen alle ähnlichen Projekte Gehör zu verschaffen, und betonte, dass die Bevölkerung in diesem Kampf geeint handeln müsse.


Nachrichtenquelle: İHA

Bayburt Burg Bayburt