Das Schengen-Visum-Zeugnis türkischer Staatsbürger: Welche Länder lehnen am wenigsten und welche am meisten ab?
Die Schengen-Visumanträge aus der Türkei im Jahr 2025 zeichneten sich durch eine hohe Anzahl aus, wobei die Ablehnungsquoten der Länder stark variierten. Während Deutschland die meisten Anträge ablehnte, sicherte sich Portugal den Titel des Landes mit der niedrigsten Ablehnungsquote.
Die Türkei verzeichnete im Jahr 2025 im Rahmen der Schengen-Visumanträge rund 1,27 Millionen Anträge und belegte damit weltweit den zweiten Platz hinter China. Die Ablehnungsquote für alle bei den Konsulaten eingegangenen Anträge im Laufe des Jahres wurde mit 14,6 Prozent registriert. Diese Quote deutet, ähnlich wie in den Vorjahren, auf das große Interesse aus der Türkei am Schengen-Raum hin.
DIE MEISTEN ANTRÄGE AN GRIECHENLAND, DIE HÖCHSTE ABLEHNUNGSQUOTE IN DEUTSCHLAND
Griechenland war das Schengen-Land, bei dem türkische Staatsbürger die meisten Anträge stellten, während Deutschland bei der Anzahl der Anträge den zweiten Platz belegte. Deutschland zog mit 217.627 Anträgen Aufmerksamkeit auf sich, wendete jedoch angesichts dieses hohen Antragsaufkommens mit 21,1 Prozent die höchste Ablehnungsquote unter den Schengen-Ländern an. Damit lag Deutschland deutlich über dem türkischen Gesamtdurchschnitt bei den Ablehnungen.
LÄNDER MIT MITTLEREN UND NIEDRIGEN ABLEHNUNGSQUOTEN
Frankreich und Italien gehörten zu den weiteren Ländern, die durch ihre Antragszahlen hervorstachen. Frankreich lehnte 15,23 Prozent von 143.379 Anträgen ab, während Italien 14,77 Prozent der 79.470 Anträge zurückwies. Im Gegensatz dazu zeichneten sich Länder wie die Niederlande, Bulgarien, Spanien und Rumänien durch niedrige Ablehnungsquoten aus. Die Niederlande mit 9,0 Prozent, Bulgarien mit 10,1 Prozent sowie Spanien und Rumänien mit niedrigen Quoten von 7,4 Prozent zeichneten ein positives Bild bei den Visumanträgen türkischer Staatsbürger.
Die niedrigste Ablehnungsquote der Liste wurde in Portugal verzeichnet. Im Jahr 2025 wurden in Portugal insgesamt nur 3.921 Anträge gestellt, von denen lediglich 3,5 Prozent abgelehnt wurden. Obwohl die Anzahl der in Portugal eingegangenen Anträge im Vergleich zu anderen Ländern gering ist, stach die positive Haltung des Landes gegenüber den Anträgen als wichtiges Detail für diejenigen hervor, die ein Visum beantragen möchten.
Die Verteilung der Visumanträge aus der Türkei an die Schengen-Länder verdeutlichte sowohl die Präferenzen bei der Antragstellung als auch die unterschiedlichen Ablehnungsquoten der Länder. Dieses Bild scheint sowohl die Richtung der Anträge als auch die Reisepläne türkischer Staatsbürger in den kommenden Jahren zu prägen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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