Dreiste Verteidigung von Grabräubern in Arnavutköy! 'Wir haben die Knochen nicht gestohlen, sie liegen noch da'
Der Yassıören-Friedhof im Istanbuler Stadtteil Arnavutköy wurde zum dritten Mal von Grabräubern heimgesucht. Die Ausgrabungen, die unter dem Vorwand stattfanden, es handele sich um einen „armenischen Friedhof“, und bei denen Knochen freigelegt wurden, haben die Anwohner empört.
Der Friedhof im Stadtviertel Yassıören im Istanbuler Bezirk Arnavutköy wurde zum Ziel von Grabräubern. Berichten zufolge wurde der Friedhof bereits zum dritten Mal unter dem Vorwand aufgegraben, es handele sich um einen „armenischen Friedhof“. Bürger, die zum Beten kamen, erlebten beim Anblick der geöffneten Gräber einen großen Schock.
Es wurde bekannt, dass Personen, die in der Vergangenheit von der Gendarmerie festgenommen wurden, in ihren Aussagen zugaben, die Gräber auf der Suche nach Schätzen ausgehoben zu haben, jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Trotzdem wurde berichtet, dass die Grabräuber den Friedhof erneut geplündert haben.

Während der Ausgrabungen wurde beobachtet, dass Knochen verstreut wurden und einige Gräber mehrfach zugeschüttet und wieder geöffnet wurden. Die Anwohner und der Ortsvorsteher äußerten ihren Unmut über die Situation.
Der Ortsvorsteher von Yassıören, Abdülkadir Atay, drückte seine Wut über die Vorfälle mit folgenden Worten aus:
"Sie haben die Gräber wieder aufgegraben. Das ist das dritte Mal. Sie wurden schon früher gefasst, ihre Aussagen wurden aufgenommen, aber sie kamen wieder frei. Die Gesetze sind in dieser Hinsicht zu mild. Das Grab unseres Mitbürgers, der vor 51 Jahren beigesetzt wurde, wurde geöffnet, die Knochen liegen draußen. So eine Respektlosigkeit darf es nicht geben. Als Ortsvorsteher und als Bürger bin ich zutiefst beunruhigt. Wir wollen endlich eine Lösung, die Behörden müssen Maßnahmen ergreifen. Das aufgegrabene Grab ist das meines Großonkels Yaşar Yücel. Seine Knochen wurden nach draußen geworfen. Als wir sie stellten, fragte ich: 'Kann man denn ein muslimisches Grab aufgraben?' Sie verspotteten mich mit der Antwort: 'Wir haben die Knochen nicht gestohlen, sie liegen noch da.' Wir und unsere Gendarmerie haben es satt."
Der von den Grabräubern verwüstete Friedhof wurde auch mit einer Drohnenkamera aufgezeichnet. Auf den Bildern fielen neben meterweit ausgehobenen Gräbern auch freigelegte Knochen, in der Umgebung verstreute Gegenstände und zurückgelassene Handschuhe auf.
Nachrichtenquelle: İHA
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