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Kritische Warnung von Osman Bektaş für 2 Provinzen am Schwarzen Meer: Risiko steigt bei einem Erdbeben-Szenario der Stärke 6,6

Der Geologie-Ingenieur Prof. Dr. Osman Bektaş wies darauf hin, dass für die Küstenlinie Trabzon–Rize ein Erdbeben bis zu einer Stärke von 6,6 prognostiziert wird. Er warnte, dass die Schäden aufgrund von aufgeschütteten Böden, Erdrutschgebieten und dem Risiko der Bodenverflüssigung schwerwiegender ausfallen könnten als erwartet.

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Kritische Warnung von Osman Bektaş für 2 Provinzen am Schwarzen Meer: Risiko steigt bei einem Erdbeben-Szenario der Stärke 6,6

Der Geologie-Ingenieur Prof. Dr. Osman Bektaş äußerte sich zum Erdbebenrisiko entlang der Küstenlinie Trabzon–Rize, erinnerte daran, dass die höchste für die Region prognostizierte Erdbebenstärke bei 6,6 liegt, und machte insbesondere auf die Bodenbeschaffenheit aufmerksam.

WARNUNG VOR DEM BODENEFFEKT AN DER KÜSTENLINIE

In einer Erklärung über sein Social-Media-Konto gab Bektaş an, dass laut Daten des Kandilli-Observatoriums die größte für die Küste von Trabzon–Rize erwartete Erdbebenstärke bei etwa 6,6 liegt. Er betonte jedoch, dass dieser Wert allein nicht ausreicht, um das Risiko vollständig zu definieren.

Prof. Dr. Bektaş sagte dazu:

"Diese Werte spiegeln jedoch das tatsächliche Risiko in der Region nicht vollständig wider. Denn die Mikro-Erdbeben, die im Küstenbereich auftreten, stellen, auch wenn sie nicht direkt zerstörerisch sind, eine erhebliche Bedrohung für Aufschüttungsflächen und Erdrutschgebiete dar. Der Hauptgrund hierfür ist, dass Strandsand und künstliche Aufschüttungen die Erdbebenwellen verstärken. Diese Böden können die Intensität des Bebens um das 2- bis 3-fache erhöhen (Bodenverstärkung)."

ERDRUTSCH- UND VERFLÜSSIGUNGSRISIKO RÜCKEN IN DEN FOKUS

Bektaş wies darauf hin, dass insbesondere Erdrutschgebiete und aufgeschüttete Böden in der Region ein zusätzliches Risiko darstellen, und erklärte, dass die Bebauung dieses Risiko weiter verschärfe.

"Andererseits werden Erdrutschgebiete, die mit Wohngebäuden überlastet sind, insbesondere in regenreichen Perioden sehr viel anfälliger", so Bektaş. "Solche Gebiete können durch die Einwirkung eines Erdbebens leicht erneut in Bewegung geraten (Auslösung von Erdrutschen). Daher hat ein mittelschweres Erdbeben, das in der Region auftreten könnte, das Potenzial, weitaus größere Schäden zu verursachen als erwartet. Zudem ist das Risiko einer Bodenverflüssigung in den lockeren und wassergesättigten Böden der Küstenregion sehr hoch. Dies kann zu schwerwiegenden Deformationen an den Fundamenten der Gebäude führen", erklärte er.

Bektaş wies darauf hin, dass nicht nur lokale, sondern auch weit entfernte Erdbeben den Küstenboden beeinflussen können, und betonte, dass das Risiko weitreichender sei als angenommen.

"Andererseits können nicht nur Erdbeben in der unmittelbaren Umgebung, sondern auch mittelschwere und schwere Beben, die in der Ferne auftreten, die Küstenböden beeinflussen. Im Einklang mit all diesen wissenschaftlichen Fakten hat die AFAD im Jahr 2018 die Erdbebengefahr für die Region Trabzon–Rize im Vergleich zu früheren Bewertungen um etwa das 2- bis 3-fache heraufgestuft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zwischen 2023 und 2025 beobachtete seismische Aktivität deutlich zeigt, dass Küstenaufschüttungen und Erdrutschgebiete einem ernsthaften Risiko ausgesetzt sind. Es zeigt sich jedoch, dass dieser Umstand bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurde."


Nachrichtenquelle: 12punto

Erdbeben osman bektaş Rize Trabzon