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5 Monate Warten in Österreich beendet: Christian Stocker übernimmt das Amt des Bundeskanzlers

Nach einer langen Zeit der Ungewissheit ist das vakante Amt des Bundeskanzlers in Österreich wieder besetzt. Nach den Parlamentswahlen vom 29. September 2024 dauerten die Koalitionsverhandlungen zwischen den politischen Parteien fünf Monate an. Nach Abschluss der Gespräche wurde Christian Stocker zum neuen österreichischen Bundeskanzler ernannt.

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5 Monate Warten in Österreich beendet: Christian Stocker übernimmt das Amt des Bundeskanzlers

Nach den Parlamentswahlen in Österreich am 29. September 2024 dauerten die Koalitionsverhandlungen zwischen den politischen Parteien etwa fünf Monate an. Nachdem die ersten Gespräche zu keinem Ergebnis geführt hatten, wurde eine zweite Verhandlungsrunde eingeleitet, in der schließlich eine Einigung erzielt werden konnte. Durch eine Vereinbarung zwischen der mitte-rechten Volkspartei (ÖVP), der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) und der liberalen Partei NEOS – Das Neue Österreich wurde eine Dreierkoalition gebildet.

CHRISTIAN STOCKER NACH VEREIDIGUNG IM AMT

Mit der Bildung der Koalitionsregierung wurde der ÖVP-Parteivorsitzende Christian Stocker vereidigt und ist damit der neue österreichische Bundeskanzler. Stocker trat sein Amt offiziell bei einer Zeremonie in der Präsidentschaftskanzlei unter dem Vorsitz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen an. Im Rahmen derselben Zeremonie wurden auch die 14 Minister und sieben Staatssekretäre des neuen Kabinetts vereidigt.

WIE IST DIE NEUE REGIERUNGSSTRUKTUR UND DIE AUFGABENVERTEILUNG GESTALTET?

Dem Koalitionsvertrag zufolge entfallen im neuen 21-köpfigen Kabinett (einschließlich des Bundeskanzlers) neun Ministerposten auf die ÖVP, neun auf die SPÖ und drei auf die NEOS. Gemäß der Vereinbarung wurden das Innen- und das Verteidigungsministerium der ÖVP, das Finanz- und das Justizministerium der SPÖ sowie das Außenministerium der NEOS übertragen. Eines der Hauptziele der neuen Regierung ist die Umsetzung wirtschaftlicher Reformen und der Abbau des Haushaltsdefizits.

BUNDESPRÄSIDENT VAN DER BELLEN BETONT DIE ZUSAMMENARBEIT

Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte bei der Zeremonie, dass die nach langwierigen Verhandlungen erreichte Zusammenarbeit eine positive Entwicklung für das Land darstelle. Van der Bellen betonte, dass die Bevölkerung nun nicht nur Worte, sondern konkrete Schritte sehen wolle, und wies darauf hin, dass auf der neuen Regierung eine große Verantwortung laste. Zudem erinnerte er daran, dass Europa seine wirtschaftliche Stärke bewahren müsse, und äußerte, dass Österreich in Fragen von Frieden und Sicherheit eine vernünftige Verteidigungspolitik benötige.

WIE VERLIEF DER SCHWIERIGE PROZESS DER KOALITIONSVERHANDLUNGEN?

Die ersten Koalitionsgespräche zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS nach den Wahlen waren gescheitert. Daraufhin nahm die mitte-rechte ÖVP Verhandlungen mit der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei (FPÖ) auf. Doch auch diese Gespräche, die über einen Monat andauerten, führten zu keinem Ergebnis. Infolgedessen kamen die drei Parteien erneut zusammen und einigten sich auf die Bildung einer neuen Koalition. Letzte Woche wurde das Regierungsprogramm Van der Bellen vorgelegt und die endgültige Entscheidung getroffen.

WAS STEHT AUF DER PRIORITÄTENLISTE DER NEUEN REGIERUNG?

Eines der wichtigsten Ziele der neuen Regierung wird die Bewältigung des Haushaltsdefizits sein, das eines der größten wirtschaftlichen Probleme des Landes darstellt. ÖVP-Chef Stocker kündigte an, dass die Regierung darauf abziele, zusätzliche Steuern auf Arbeitseinkommen zu senken. Im Einklang mit den Vorschlägen der SPÖ sollen Steuersenkungen im Rahmen des haushaltspolitisch Möglichen umgesetzt werden. Neben wirtschaftlichen Reformen stehen auch Sozialpolitik und die Beziehungen zur Europäischen Union im Fokus der neuen Regierung.


Nachrichtenquelle: 12punto

Christian Stocker Österreich Österreichisches Bundeskanzleramt