Abfuhr aus Großbritannien für Griechenland: Versuch, Raketenverkäufe an die Türkei zu stoppen, gescheitert – Eurofighter ebenfalls auf der Agenda
Griechenland war mit seinen diplomatischen Bemühungen, den Verkauf von Eurofighter-Kampfjets und Meteor-Luft-Luft-Raketen an die Türkei zu verhindern, nicht erfolgreich. Nachdem die griechische Regierung bereits bei Frankreich kein Gehör fand, erteilte ihr nun auch Großbritannien eine Absage. Athen kündigte an, seine diplomatischen Anstrengungen fortzusetzen.
Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias traf sich in London mit seinem britischen Amtskollegen John Healey. Während des Gesprächs äußerte Dendias die Besorgnis Griechenlands hinsichtlich eines möglichen Verkaufs von Eurofighter-Jets und Meteor-Raketen an die Türkei. Er betonte, dass ein solcher Verkauf das militärische Gleichgewicht in der Region stören und die Sicherheit Griechenlands gefährden könnte. Britische Beamte wiesen das griechische Ersuchen jedoch zurück und erklärten, dass sie den Verkauf der Raketen an die Türkei nicht verhindern könnten.
Die griechische Regierung setzt ihre diplomatischen Kontakte fort, um diese Verkäufe zu verhindern. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis hatte bereits am 11. Februar ein Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron geführt, um den Verkauf von Meteor-Raketen an die Türkei zu stoppen. Obwohl Macron die Bedenken Griechenlands zur Kenntnis nahm, war er nicht bereit, von dem Verkauf abzurücken.

Wie die Zeitung Kathimerini berichtet, hat die Türkei bei den Verhandlungen mit Großbritannien über den Kauf von Eurofightern eine wichtige Phase erreicht. Die Zeitung schrieb, dass bei einem erfolgreichen Abschluss des Abkommens auch dem Verkauf der Meteor-Raketen nichts mehr im Wege stünde. In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die Türkei und Großbritannien trotz ihrer Nicht-Mitgliedschaft in der Europäischen Union eng in der Verteidigungsindustrie zusammenarbeiten.
Die griechische Presse behauptete, die Türkei ziele darauf ab, die Technologie der Meteor-Raketen mittels Reverse Engineering zu untersuchen, um ihr eigenes heimisches Raketenprogramm voranzubringen. Dennoch hat Frankreich bisher keine Schritte unternommen, um den Verkaufsprozess zu stoppen.

GÖKHAN-RAKETE IN DER GRIECHISCHEN PRESSE
Unterdessen wurde behauptet, dass die von der Türkei entwickelte Gökhan-Rakete ähnliche Eigenschaften wie die Meteor aufweise. Die griechische Presse schrieb, dass sich die Gökhan-Rakete in der Testphase befinde und die türkische Verteidigungsindustrie in diesem Bereich Fortschritte mache. Es wurden jedoch keine konkreten Beweise für diese Behauptungen vorgelegt.
Die Rolle der Türkei im Bereich der regionalen Sicherheit und ihre Position innerhalb der NATO waren ausschlaggebend dafür, dass Großbritannien und Frankreich grünes Licht für diese Verkäufe gaben. In Berichten der griechischen Medien wurde unterstrichen, dass die Türkei trotz der diplomatischen Initiativen Griechenlands weiterhin bedeutende Erfolge in der Verteidigungsindustrie erzielt.

Nachrichtenquelle: 12punto
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