Abfuhr für Griechenland: Versuch, Meteor-Raketenverkäufe an die Türkei zu blockieren, gescheitert
Berichten zufolge erhielt der griechische Ministerpräsident Mitsotakis bei seinem Versuch, den Verkauf von Meteor-Raketen an die Türkei zu verhindern, eine Absage von Macron. Griechenland soll mit seinen diplomatischen Bemühungen, die Beschaffung der Raketen durch die Türkei zu stoppen, keinen Erfolg gehabt haben.
Es wurde bekannt, dass der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron Gespräche geführt hat, um den Verkauf von Meteor-Raketen an die Türkei zu verhindern, dabei jedoch eine negative Antwort erhielt. Mitsotakis, der das Thema des Raketenverkaufs mit Macron erörterte, wurde darüber informiert, dass die Meteor-Raketen von einem internationalen Konsortium hergestellt werden und es nicht möglich sei, den Verkauf zu blockieren.
Berichten der griechischen Presse zufolge wurde dieses Ersuchen von Mitsotakis durch Frankreich abgelehnt. Frankreich erklärte, dass die Meteor-Raketen von einem internationalen Konsortium produziert würden und eine Verhinderung des Verkaufs nicht möglich sei.

Der griechische Ministerpräsident Mitsotakis bezeichnete sein Treffen mit Macron am 11. Februar als 'zufriedenstellend'. Mitsotakis' Äußerungen waren damals so interpretiert worden, als könne er den Meteor-Verkauf an die Türkei verhindern.
Die in Griechenland erscheinende Zeitung EFSYN berichtete, dass Mitsotakis bei seinem Treffen in Paris gefordert habe, den Verkauf der Meteor-Raketen an die Türkei zu unterbinden. Frankreich erteilte dieser Forderung jedoch eine Absage. Französische Beamte teilten mit, dass die Meteor-Rakete von einem Konsortium aus sechs Ländern hergestellt werde und ein Verkaufsstopp daher im Rahmen des Völkerrechts und der gängigen Praxis nicht möglich sei.
In dem Bericht heißt es weiter, dass Griechenland plane, Kontakt zu den anderen Ländern des Konsortiums aufzunehmen, um den Verkauf zu verhindern. In diesem Zusammenhang streben griechische Beamte Gespräche mit Ländern wie Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien und Schweden an.

'Meteor-Raketen könnten der Türkei aufgrund ihrer hohen Einsatzfähigkeit einen Vorteil gegenüber den griechischen See- und Luftstreitkräften verschaffen' Quelle: AA
Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias traf sich in den vergangenen Wochen mit der französischen Botschafterin in Athen, Laurence Auer, um seine Besorgnis über den Verkauf von Meteor-Raketen an die Türkei zum Ausdruck zu bringen. Dendias erklärte, dass dieser Verkauf das regionale Gleichgewicht negativ beeinflussen könnte.
Die Meteor-Rakete wird von dem in Frankreich ansässigen Unternehmen MBDA hergestellt. Neben Frankreich gehören dem Konsortium Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien und Schweden an. Die Rakete gilt als besonders effektive Waffe in Luftkämpfen.

METEOR-RAKETEN
Meteor-Raketen sind ein modernes, in Europa entwickeltes Luft-Luft-Raketensystem mit überlegener Reichweite. Diese von MBDA entwickelten Raketen wurden speziell konzipiert, um Kampfflugzeugen eine weitreichende Luftüberlegenheit zu verschaffen.
Experten weisen darauf hin, dass Meteor-Raketen dank aktiver Radarlenkung und 'Ramjet'-Antriebstechnologie ihre Ziele bei hoher Geschwindigkeit und mit lang anhaltendem Schub effektiv treffen können. Mit einer Reichweite von über 200 Kilometern und einer hohen Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Gegenmaßnahmen bieten die Meteor-Raketen einen bedeutenden Vorteil gegenüber Konkurrenten.
Die Raketen können in modernen Kampfflugzeugen wie dem Eurofighter Typhoon, der Rafale und der F-35 eingesetzt werden. Meteor wird aufgrund seiner Einsatzfähigkeiten der nächsten Generation als eine große strategische Stärke in Luftkämpfen beschrieben.

Nachrichtenquelle: AA
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