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Anklageschrift gegen Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Sánchez zugelassen: Politische Operation

Die Anklageschrift im Rahmen der Korruptionsermittlungen gegen Begoña Gómez, die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, wurde zugelassen. Gegen Gómez wurden vier verschiedene Anklagepunkte erhoben.

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Anklageschrift gegen Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Sánchez zugelassen: Politische Operation

Die Anklageschrift gegen Begoña Gómez, die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, wurde vom Gericht zugelassen. Ihr werden vier verschiedene Straftaten vorgeworfen, darunter Veruntreuung, Einflussnahme, Korruption bei Geschäftstransaktionen und die missbräuchliche Verwendung öffentlicher Mittel. Nach zweijährigen Ermittlungen entschied Richter Juan Carlos Peinado, dass Gómez wegen "Unregelmäßigkeitsvorwürfen" während ihrer Zeit als Co-Direktorin zweier Masterstudiengänge und eines privaten Lehrstuhls an der Universität Complutense Madrid vor Gericht gestellt wird.

Ermittlungen dauerten etwa 2 Jahre

Richter Peinado kam nach den rund zweijährigen Vorermittlungen zu dem Schluss, dass ausreichende Beweise dafür vorliegen, dass Gómez ihre Stellung als Ehefrau des Ministerpräsidenten genutzt habe, um auf institutioneller Ebene privilegierte Kontakte zu knüpfen und bestimmten Unternehmen unrechtmäßige Vorteile zu verschaffen. Der Vorwurf der "Amtsanmaßung" gegen Gómez wurde mangels konkreter Beweise fallengelassen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde zudem beschlossen, ein Verfahren gegen Cristina Álvarez, die Beraterin von Gómez im Regierungssitz Moncloa-Palast, sowie gegen den Geschäftsmann Juan Carlos Barrabés einzuleiten. Richter Peinado setzte den Parteien eine Frist von 5 Tagen, um ihre Verteidigung vorzubereiten und ihre Strafanträge einzureichen.

Sánchez bezeichnete das Verfahren als "politische Operation"

Während Gómez die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurückweist, argumentierte Ministerpräsident Sánchez, dass die Anschuldigungen gegen seine Ehefrau eine von der Opposition koordinierte politische Operation seien. Die Volkspartei (PP) und die rechtsextreme Vox-Partei erklärten hingegen, die Korruptionsvorwürfe hätten dazu geführt, dass die Regierung ihre Legitimität verloren habe, und forderten vorgezogene Neuwahlen.

Nach spanischem Recht werden schwere Straftaten wie Einflussnahme und Veruntreuung vor Geschworenengerichten verhandelt. Das Datum für den Prozessbeginn wird in den kommenden Tagen erwartet.

Unterdessen wird erwartet, dass auch David Sánchez, der Bruder von Ministerpräsident Sánchez, im kommenden Monat wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht erscheinen muss.


Nachrichtenquelle: İHA

Regierung Anklageschrift Spanien Operation Pedro Sánchez