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Appell von Abgeordneten an den deutschen Bundespräsidenten vor Erdoğan-Besuch: 'Sprechen Sie diese Punkte offen an'

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird morgen zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in der Türkei eintreffen. Ein Abgeordneter der CDU forderte Steinmeier im Vorfeld des Besuchs dazu auf, Verstöße gegen Demokratie und Menschenrechte in der Türkei offen anzusprechen.

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Appell von Abgeordneten an den deutschen Bundespräsidenten vor Erdoğan-Besuch: 'Sprechen Sie diese Punkte offen an'

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird morgen (22.04.2024) zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in die Türkei reisen.

Bundespräsident Steinmeier wird seinen Besuch in Istanbul beginnen, wo er auch mit dem Oberbürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, zusammentreffen wird.

Am Dienstag wird Steinmeier in Gaziantep Projekte für Erdbebenopfer besichtigen und den letzten Tag seines Besuchs in Ankara mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan verbringen.

Zu Steinmeiers Terminen in Ankara gehören auch Gespräche mit dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel und dem Oberbürgermeister von Ankara, Mansur Yavaş.

AUFRUF EINES DEUTSCHEN ABGEORDNETEN AN DEN BUNDESPRÄSIDENTEN

Vor dem Besuch kam von einem Abgeordneten der deutschen Oppositionspartei CDU die Aufforderung an Steinmeier, gegenüber Präsident Erdoğan „offen zu sprechen“.

Wie DW Türkçe berichtet, erklärte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion (CDU/CSU), Jürgen Hardt, gegenüber der AFP, dass der Bundespräsident bei seinem Treffen mit Erdoğan kritische Punkte offen ansprechen müsse.

"DEUTSCHE SEHEN TÜRKISCHE POLITIK KRITISCH"

Hardt verwies darauf, dass Steinmeier ehemaliger Außenminister sei, und sagte, Steinmeier müsse zum Ausdruck bringen, "dass ein Großteil der Deutschen die türkische Politik und das Verhalten der AK-Partei in Deutschland kritisch sieht".

Hardt wies auf schwerwiegende Verstöße in der Türkei hin und sagte: "Während Korruption im Staat um sich greift, dauern willkürliche Verhaftungen von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten ohne rechtliche Grundlage an. Darüber hinaus wird die politische Teilhabe der Kurden massiv erschwert."

Hardt erklärte, der Erfolg der Opposition bei den jüngsten Kommunalwahlen in der Türkei könne "nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Regierung ständig versucht, an der Macht zu bleiben und die politische Kultur in der Türkei zu verändern".

Hardt erinnerte an die Kritik von Steinmeiers Vorgänger Joachim Gauck an Erdoğan während dessen Türkeibesuch vor 10 Jahren und betonte, er wünsche sich, dass Steinmeier wie Gauck "die Freiheit seines Amtes stärker nutzt".


Nachrichtenquelle: 12punto

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