Bill Gates über Epstein: „Die Nachrichten zeigen, dass er eine Erpressung plante“
In seiner Aussage vor dem US-Kongress erklärte Bill Gates, dass Jeffrey Epstein Informationen über sein Privatleben als Druckmittel nutzen wollte.
Details zur Aussage des Microsoft-Gründers Bill Gates vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses im Rahmen der Ermittlungen zu Jeffrey Epstein sind an die Öffentlichkeit gelangt. In einer nicht-öffentlichen Sitzung erklärte Gates, dass Epstein in Erwägung gezogen habe, Informationen über sein Privatleben als Druckmittel gegen ihn einzusetzen.
Gates, der am 10. Juni vor dem Ausschuss aussagte, gab an, von Epsteins außerehelichen Beziehungen mit der russischen Bridge-Spielerin Mila Antonova und der Nuklearwissenschaftlerin Karima Nigmatulina gewusst zu haben. Laut Gates plante Epstein, diese Informationen zu nutzen, um erneut Kontakt zu ihm aufzunehmen oder Druck auf ihn auszuüben.
Gates betonte in seiner Aussage, dass Epstein ihn zwar nie tatsächlich erpresst habe, argumentierte jedoch, dass die aufgetauchten Korrespondenzen die Absicht verdeutlichten: „Er hat mich nie erpresst, aber wenn man sich die Nachrichten ansieht, erkennt man, dass er es plante.“
E-MAIL-ENTWURF VOM 18. JULI 2013 IM FOKUS
Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch ein E-Mail-Entwurf untersucht, der laut Angaben am 18. Juli 2013 von Epstein verfasst worden sein soll. Es wurde berichtet, dass der Entwurf Aussagen über das Privatleben von Gates sowie verschiedene Anschuldigungen enthielt.
Es wird vermutet, dass die betreffende E-Mail im Namen von Boris Nikolic verfasst worden sein könnte, einem engen Mitarbeiter und wissenschaftlichen Berater von Gates, der zu jener Zeit kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt stand. Der Entwurf soll Behauptungen über außereheliche Affären und unangemessenes Verhalten von Gates enthalten haben.
Gates erklärte, er habe keine Kenntnis von Epsteins kriminellen Aktivitäten gehabt. Er gab an, zwischen 2011 und 2014 Kontakt zu Epstein gepflegt zu haben, um wohltätige Projekte zu unterstützen, und bezeichnete diese Verbindung später als „einen großen Fehler in der Urteilsbildung“.
In seiner Aussage betonte Gates, er sei Zeuge keinerlei illegaler Aktivitäten geworden und nicht in Epsteins Verbrechen verwickelt gewesen. In einer schriftlichen Stellungnahme nach der Anhörung merkte er an, dass er die Gelegenheit geschätzt habe, mit dem Ausschuss zu sprechen und dessen Fragen zu beantworten.
Gates bekräftigte zudem seine Unterstützung für die Veröffentlichung der Epstein-Akten und äußerte die Hoffnung, dass der Prozess dazu beitragen werde, Gerechtigkeit für die Opfer zu erlangen. Die Beziehungen, die Epstein zu zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterhielt, sind in den USA weiterhin Gegenstand intensiver Debatten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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