Britischer Tourist stirbt bei Haartransplantation in der Türkei – Thema in der Weltpresse
Der aus England angereiste Martyn James Latchman kam nach einer Haartransplantation in Istanbul ums Leben. Der mysteriöse Todesfall sorgte international für großes Aufsehen; dabei fiel auf, dass die zuständigen Behörden in der Türkei in den ersten 36 Stunden keine Stellungnahme abgaben.
Der 38-jährige britische Staatsbürger Martyn James Latchman hatte sich für eine Haartransplantation an eine Privatklinik im Istanbuler Stadtteil Beşiktaş gewandt. Nach dem etwa fünfstündigen Eingriff verschlechterte sich sein Zustand; trotz aller medizinischen Bemühungen verstarb Latchman im Krankenhaus.
Nachdem sein Leichnam zur Obduktion an das Institut für Rechtsmedizin überführt wurde, leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf „fahrlässige Tötung“ ein. Der behandelnde Arzt, der Anästhesist sowie der Klinikbetreiber wurden zur Aussage vorgeladen. Die Klinikleitung wies jegliche Verantwortung oder Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Todesfall von sich.
WELTPRESSE BERICHTET, TÜRKISCHE BEHÖRDEN SCHWEIGEN
Die Nachricht von Latchmans Tod fand vor allem in der britischen Presse ein breites Echo. Innerhalb der ersten 48 Stunden berichteten mehr als 30 internationale Medien über den Vorfall. Dass von den offiziellen Stellen in der Türkei in den ersten 36 Stunden nach dem Ereignis keine Stellungnahme erfolgte, sorgte für Aufmerksamkeit.

Berichten der internationalen Presse zufolge hatte Latchman bereits zuvor einen Eingriff in derselben Klinik vornehmen lassen; es war sein zweiter Besuch in der Türkei.
Die „Daily Mirror“ titelte: „Starb nach 1.500-Pfund-Haartransplantation in der Türkei“, während Boulevardmedien wie „LADbible“ und „Metro“ ausführlich über die Details des Falls berichteten. Die britische Presse betonte insbesondere, dass Latchman als Lehrer tätig war und sich aufgrund der günstigen Preise für die Türkei entschieden hatte.
Nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in Spanien und Lateinamerika wurde der Fall detailliert verfolgt. „Antena 3“ und der spanischsprachige Dienst von „Euronews“ wiesen auf Latchmans Tätigkeit in der IT-Branche und die Komplikationen vor der zweiten Sitzung hin. In der Berichterstattung wurde auch die Verteidigung der Klinik angeführt; es wurde erklärt, dass der Patient der Prozedur zugestimmt habe und aus unbekannten Gründen einen Schwächeanfall erlitten habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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