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Bußgeld für Fußgänger mit Blick aufs Handy

Ein in Italien erarbeiteter Gesetzentwurf sieht Bußgelder ab 75 Euro für Fußgänger vor, die beim Überqueren der Straße nicht auf den Verkehr achten.

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Bußgeld für Fußgänger mit Blick aufs Handy

In Italien steht durch eine geplante Änderung der Straßenverkehrsordnung die Einführung von Bußgeldern für Fußgänger zur Debatte, die beim Überqueren der Straße durch den Blick auf ihr Mobiltelefon abgelenkt sind.

Der vom Verkehrsministerium erarbeitete Entwurf soll voraussichtlich bis Mitte Oktober verabschiedet werden. Die Regelung sieht vor, dass Fußgänger, die gegen diese Vorschrift verstoßen, mit einem Bußgeld ab 75 Euro belegt werden können.

Eine Person, die beim Gehen auf dem Zebrastreifen auf ihr Handy schaut, und umstehende Fußgänger.
Der Entwurf zielt darauf ab, die Nutzung elektronischer Geräte während des Überquerens der Straße einzuschränken.

ELEKTRONISCHE GERÄTE EBENFALLS BETROFFEN

Die neuen Regeln gelten nicht nur für Mobiltelefone, sondern auch für Tablets, Laptops und Digitalkameras. Ziel ist es, dass Autofahrer abgelenkte Fußgänger früher erkennen können, um Unfälle zu vermeiden.

Dem Entwurf zufolge bleibt das Telefonieren über eine Freisprecheinrichtung erlaubt. Bei der Nutzung von Kopfhörern muss jedoch sichergestellt sein, dass die Person Umgebungsgeräusche weiterhin wahrnehmen kann. Fußgänger, die auf dem Gehweg unterwegs sind, sind von diesen Sanktionen ausgenommen.

Die Regelung sieht zudem vor, dass Fußgänger vor dem Betreten der Fahrbahn Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug anhält, und dass sie beim Überqueren der Straße nicht zögern oder trödeln sollen.

Fußgänger, die beim Gehen auf einer belebten Stadtstraße auf ihr Handy schauen.
Der italienische Entwurf zielt darauf ab, die Sanktionen für abgelenkte Fußgänger zu verschärfen.

Auch die Strafen für Autofahrer sollen im Entwurf verschärft werden. Bei wiederholter Handynutzung am Steuer drohen Bußgelder von bis zu 2.588 Euro sowie ein Führerscheinentzug von ein bis drei Monaten.

Ein Punkt, der vorsah, dass Fahrer ab 85 Jahren sich nur noch maximal 100 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen und ihnen die Nutzung von Autobahnen untersagt werden sollte, wurde nach öffentlicher Kritik auf Anweisung von Verkehrsminister Matteo Salvini aus dem Entwurf gestrichen.

Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen Ländern umgesetzt. Litauen im Jahr 2018, Honolulu im Jahr 2017 und die japanische Stadt Yamato im Jahr 2020 hatten bereits Sanktionen für abgelenkte Fußgänger eingeführt.


Nachrichtenquelle: 12punto

Italien Verkehrssicherheit Mobiltelefon Zebrastreifen Bußgeld Matteo Salvini