Appell von Bundeskanzler Merz an ukrainische Jugendliche
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, er habe dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat mitgeteilt, dass junge Ukrainer nicht nach Deutschland kommen, sondern in ihrem Land bleiben und dort dienen sollten.
Nachdem sich die Koalitionspartner in Deutschland, die Unionsparteien (CDU/CSU) und die Sozialdemokratische Partei (SPD), darauf geeinigt haben, ukrainischen Flüchtlingen, die aufgrund des Russland-Krieges nach Deutschland gekommen sind, anstelle des Bürgergeldes die geringeren Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu zahlen, folgte nun eine bemerkenswerte Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Bundeskanzler Merz informierte in seiner Rede auf einer Veranstaltung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in Berlin über ein Telefonat, das er heute mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt hatte. Bundeskanzler Merz erklärte, er habe Selenskyj gegenüber seine Ansicht geäußert, dass junge ukrainische Männer nicht nach Deutschland kommen, sondern in ihrem Land bleiben und dort dienen sollten. Merz sagte: "Ich habe Präsident Selenskyj gebeten, dies sicherzustellen. Ich habe betont, dass sie in der Ukraine gebraucht werden."
Merz bestätigte zudem den Plan der Regierung, die Regelung umzusetzen, wonach Flüchtlinge aus der Ukraine künftig Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz anstelle des Bürgergeldes erhalten sollen.
KEIN BÜRGERGELD, SONDERN ASYLBEWERBERLEISTUNGEN
Die Koalitionspartner in Deutschland, die Unionsparteien (CDU/CSU) und die SPD, hatten sich darauf geeinigt, ukrainischen Flüchtlingen, die aufgrund des Russland-Krieges nach Deutschland gekommen sind, anstelle des Bürgergeldes in Höhe von 563 Euro Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Höhe von 441 Euro zu zahlen. Bei ihrem letzten Treffen am gestrigen Abend beschlossen die Koalitionspartner, dass alle Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland kommen, als Asylbewerber eingestuft werden und geringere Sozialleistungen erhalten sollen. Die Koalitionsparteien einigten sich zudem darauf, die Gesundheitsleistungen für Ukrainer auf das Niveau der Grundversorgung zu kürzen.
In einer schriftlichen Erklärung des Bundeskanzleramtes wurde mitgeteilt, dass bei dem heutigen Telefonat zwischen Bundeskanzler Merz und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj auch die Situation ukrainischer Flüchtlinge erörtert wurde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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