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Bundeskanzler Merz: Der Schlüssel zur Beendigung des Krieges liegt in Moskau

Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, dass ein Ende des Ukraine-Krieges von Russland abhänge, und erklärte: "Der Schlüssel zur Beendigung des Krieges auf diplomatischer, humanitärer und militärischer Ebene liegt in Moskau, und dieser Schlüssel muss sozusagen an die Tür gebracht werden. Moskau muss bereit sein, den Krieg zu beenden; wenn sie dazu nicht bereit sind, müssen sie den Preis für diesen Krieg wirtschaftlich zahlen, wobei dieser Preis jeden Tag steigen wird."

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Bundeskanzler Merz: Der Schlüssel zur Beendigung des Krieges liegt in Moskau

Bundeskanzler Friedrich Merz und die litauische Premierministerin Inga Ruginiene hielten nach ihrem Treffen in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Bundeskanzler Merz begann seine Rede mit der Feststellung, dass sein Land und Litauen nicht nur enge Partner, sondern auch unverzichtbare Verbündete in der Europäischen Union seien. Merz sagte: "Unser heutiges Gespräch konzentrierte sich auf die Sicherheitspolitik. Die Angriffe Russlands auf die Ukraine dauern mit unveränderter, ja sogar zunehmender Brutalität an. Deshalb werden wir unsere Unterstützung für die Ukraine fortsetzen. Ein Frieden in der Ukraine muss auf Souveränität, territorialer Integrität und internationalem Recht basieren."

Merz betonte, dass die europäischen Länder ihre Unterstützung für die Ukraine fortsetzen würden, und fügte hinzu: "Wir sehen jedoch auch, dass die gesamte zivile Infrastruktur der Ukraine, insbesondere die Energieinfrastruktur, gnadenlos bombardiert wird. Dies sind Kriegsverbrechen, die die russische Seite täglich gegen die Ukraine und ihre Bevölkerung begeht. Deshalb versuchen wir alles, was in unserer Macht steht, um diesen Krieg zu beenden. Meine Gesprächspartnerin, Premierministerin Ruginiene, ist ebenso skeptisch wie ich, ob Russland wirklich zu einem Waffenstillstand und anschließend zu einem Friedensabkommen bereit ist. Deshalb werden wir unseren Druck aufrechterhalten und die Sanktionen überall dort, wo es möglich ist, fortsetzen oder sogar verschärfen müssen."

"Der Schlüssel zur Beendigung des Krieges in der Ukraine liegt in Moskau"

In Bezug auf die Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine erinnerte Merz daran: "Derzeit laufen koordinierte Gespräche zwischen der Ukraine und Russland, aber auch mit den USA und Europa. Wir können nur sagen, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um diesen Krieg zu beenden. Der Schlüssel zur Beendigung des Krieges auf diplomatischer, humanitärer und militärischer Ebene liegt jedoch seit vier Jahren in Moskau, und dieser Schlüssel muss sozusagen an die Tür gebracht werden, und Moskau muss bereit sein, den Krieg zu beenden. Wenn Moskau dazu nicht bereit ist, wird Moskau den Preis für diesen Krieg auch wirtschaftlich zahlen müssen, und dieser Preis wird jede Woche, jeden Monat weiter steigen; das ist leider die Situation, in der wir uns heute befinden. Ich kann das nicht ändern, aber ich würde es sehr gerne tun.", so Merz.

"Es gibt keinen Bedarf für separate Gespräche mit Putin"

Merz erklärte, dass sie über detaillierte Informationen zu den Gesprächen zwischen den USA, Russland und der Ukraine verfügten, und sagte: "Ich sehe derzeit keine Notwendigkeit, zusätzliche Gesprächskanäle mit Moskau zu eröffnen. Grundsätzlich sind wir für jedes Gesprächsformat offen, aber wir haben letzte Woche unsere Antwort aus Moskau erhalten. Wir können nur sagen, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um diesen Krieg zu beenden."

Auf eine Frage zur Stärkung der europäischen Verteidigung und zur militärischen Unterstützung für die Ukraine antwortete Merz: "Wir wollen uns in Europa militärisch stärken. Wir wollen unsere eigene Verteidigungsfähigkeit aufbauen, wissen aber gleichzeitig, dass Europa derzeit noch von den USA abhängig ist. Deshalb wollen wir, dass die Amerikaner auch bei den Sicherheitsgarantien für die Ukraine an unserer Seite stehen."

Auf eine Frage zu den noch ausstehenden Einigungen bei gemeinsamen Projekten zwischen Deutschland und Frankreich im Bereich Verteidigung und Rüstung sagte Merz: "Was die Kapazitäten Frankreichs bei Atomwaffen und Flugzeugträgern betrifft, so gibt es unterschiedliche Auffassungen über technische Spezifikationen im Flugzeugbau und der Luftfahrttechnik. Wir versuchen, dies zu lösen, stehen in einem intensiven Dialog mit Frankreich und ich denke, dass wir in den kommenden Wochen auch eine gemeinsame Entscheidung zum nuklearen Schutzschirm treffen werden."

Merz erinnerte daran, dass Deutschland sich durch völkerrechtlich bindende internationale Verträge verpflichtet habe, keine Atomwaffen zu besitzen: "Zweitens sind wir Vertragspartei des Atomwaffensperrvertrags. Insofern liegt der Besitz von Atomwaffen in Deutschland nicht in unserem Ermessen oder unserer Befugnis. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nicht mit anderen europäischen Ländern über eine gemeinsame nukleare Abschreckung sprechen können. Diese Gespräche dauern an.", erklärte er.

Merz betonte, dass sie mit der litauischen Premierministerin Inga Ruginiene auch über die Sicherheit an der Nordostflanke der NATO gesprochen hätten: "Bei meinem letzten Besuch in Vilnius habe ich gesagt, dass die Sicherheit Litauens unsere Sicherheit ist; Vilnius zu schützen bedeutet, Berlin zu schützen, und das ist so und wird auch so bleiben.", sagte er.

Merz erinnerte daran, dass eine Brigade der Bundeswehr in Litauen stationiert sei: "Wir leisten gemeinsam einen Beitrag zur Sicherheit Europas. Litauen ist das einzige Land, in dem eine große Brigade der Bundeswehr außerhalb des Territoriums der Bundesrepublik Deutschland in einem NATO-Land stationiert ist. Diese Brigade ist kein politisches Symbol, sondern ein militärischer Beitrag zur Abschreckung und Verteidigung.", sagte er.

Die litauische Premierministerin Inga Ruginiene erklärte ebenfalls, dass die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und ihrem Land nicht nur wichtig sei, um die Bedrohungen Russlands gegen die Länder in Osteuropa abzuwehren, sondern auch für die Sicherheit ganz Europas.


Nachrichtenquelle: 12punto

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