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Burundis Präsident nimmt Homosexuelle ins Visier

Der Präsident von Burundi, Evariste Ndayishimiye, hat seine Bürger dazu aufgerufen, homosexuelle Personen zu steinigen.

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Burundis Präsident nimmt Homosexuelle ins Visier

LGBT-Personen sind in dem ostafrikanischen Land bereits jetzt gesellschaftlicher Ausgrenzung ausgesetzt; die geltenden Gesetze sehen für Personen, die wegen homosexueller Handlungen verurteilt werden, Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren vor.

LGBT INS VISIER GENOMMEN

Ndayishimiye erklärte während einer Fragerunde mit der Öffentlichkeit im Osten des Landes, bei der auch Journalisten anwesend waren: „Wenn ihr das Land verfluchen wollt, dann akzeptiert Homosexualität.“

„Ich denke sogar, wenn wir diese Menschen in Burundi finden, wäre es besser, sie in ein Stadion zu bringen und zu steinigen. Und das kann keine Sünde sein“, sagte Evariste Ndayishimiye und bezeichnete Homosexualität als etwas, das aus dem Westen importiert worden sei. Die Äußerungen von Ndayishimiye, der einen tiefen katholischen Glauben pflegt, haben die Ausgrenzung von LGBT-Personen im Land auf ein gefährliches Niveau gehoben.

Ein weiteres ostafrikanisches Land, Uganda, hatte im Mai ein Gesetz verabschiedet, das für bestimmte Kategorien homosexueller Handlungen die Todesstrafe und für andere lange Haftstrafen vorsieht.

LGBT-BEWEGUNG IN ANDEREN AFRIKANISCHEN LÄNDERN

Das besagte Gesetz war sowohl von westlichen Regierungen als auch von Menschenrechtsaktivisten scharf kritisiert worden. Die Vereinigten Staaten verhängten eine Reihe von Sanktionen gegen Uganda, darunter Reisebeschränkungen und den Ausschluss aus einem zollfreien Handelsabkommen. Ebenso setzte die Weltbank aus Protest alle zukünftigen Kredite für das ostafrikanische Land aus.

Unterdessen drängen auch in Kenia, dem Südsudan und Tansania zahlreiche Abgeordnete auf ähnlich strenge Anti-Homosexuellen-Gesetze in ihren eigenen Ländern.

Afrikanische Politiker geben an, ihre Bemühungen in diese Richtung als Schutz und Unterstützung der „afrikanischen Werte und Souveränität gegen den Druck des Westens“ zu betrachten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Aktivist Journalist LGBT Protest Uganda