Derselbe Elefant tötete in Nepal im Abstand von 14 Jahren vier Mitglieder derselben Familie
In Nepal hat ein wilder Elefant namens Dhurbe, der 2012 bereits die Eltern einer Familie getötet hatte, nun die Schwiegertochter und den vierjährigen Enkel derselben Familie getötet.
In Nepal hat ein wilder Elefant namens „Dhurbe“, der seit Jahren für seine Angriffe auf menschliche Siedlungen bekannt ist, im Abstand von 14 Jahren den Tod von vier Mitgliedern derselben Familie verursacht.
Berichten zufolge drang der männliche Elefant Anfang Juli in die Siedlung Jagatpur in der Nähe des Chitwan-Nationalparks ein und tötete die 25-jährige Ashika Bote sowie ihren 4-jährigen Sohn Bharat Bote.
Das Familienoberhaupt Shanichara Bote erklärte, dass Dhurbe im Jahr 2012 bereits seine Eltern getötet habe, die ebenfalls in der Nähe des Nationalparks lebten. Bote gab an, dass sie nach dem ersten Angriff aus Sicherheitsgründen in die Region Jagatpur am gegenüberliegenden Ufer des Rapti-Flusses gezogen seien.
"Wir dachten, dass uns das Überqueren eines großen Flusses schützen würde. Doch Jahre später hat uns derselbe Elefant wiedergefunden, ist in unser Haus eingedrungen und hat meine Schwiegertochter und meinen Enkel getötet. Wir haben keinen Ort mehr, an den wir fliehen können."
Abinash Thapa Magar, Informationsbeauftragter des Chitwan-Nationalparks, erklärte, dass Dhurbe seit 2010 für den Tod von mindestens 25 Menschen verantwortlich sei und einer der am genauesten beobachteten aggressiven Elefanten in der Region sei. Behörden teilten mit, dass sich unter den Opfern des Elefanten auch zwei Soldaten befanden, die im Nationalpark im Einsatz gegen Wilderei waren.
Experten zufolge haben die Angriffe das Risiko von Begegnungen, das durch die Ausdehnung menschlicher Siedlungen in die natürlichen Lebensräume der Elefanten zunimmt, erneut in den Fokus gerückt. Dass erwachsene männliche Elefanten nach dem Verlassen ihrer Herden dazu neigen, an Waldrändern und in der Nähe von Siedlungsgebieten zu leben, erhöht die Wahrscheinlichkeit solcher Begegnungen.
Offiziellen Daten zufolge kamen allein in der Region Chitwan in den letzten 11,5 Jahren 127 Menschen durch Angriffe wilder Tiere ums Leben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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