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Deutscher Politiker muss sich wegen Verwendung eines Nazi-Slogans vor Gericht verantworten

Dem 51-jährigen Björn Höcke wird vorgeworfen, eine Rede im Jahr 2021 mit den Worten „Alles für Deutschland!“ beendet zu haben – einem Slogan, der von der SA der Nationalsozialisten verwendet wurde.

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Deutscher Politiker muss sich wegen Verwendung eines Nazi-Slogans vor Gericht verantworten

In Deutschland wurde bekannt gegeben, dass sich Björn Höcke, einer der prominentesten Köpfe der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD), wegen angeblich verwendeter Nazi-Parolen in einer Rede vor Gericht verantworten muss.

VORWURF DES NAZI-SLOGANS

Dem 51-jährigen Höcke wird vorgeworfen, eine Rede im Jahr 2021 mit den Worten „Alles für Deutschland!“ beendet zu haben – einem Slogan, der von der SA der Nationalsozialisten verwendet wurde.

In dem Prozess, der am 18. April vor dem Landgericht Halle beginnen soll, wird Höcke beschuldigt, Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen verwendet zu haben. Bis zum 14. Mai sind vier Verhandlungstage angesetzt.

Höcke ist Landesvorsitzender der Partei in Thüringen und eine einflussreiche Figur am rechten Rand der Alternative für Deutschland (AfD). Es wird erwartet, dass er die Wahlkampagne der Partei für die Landtagswahlen am 1. September anführen wird.

Die Staatsanwaltschaft behauptet, Höcke sei sich bewusst gewesen, dass es sich bei diesem Ausdruck um einen SA-Slogan handelte. Höckes Anwälte weisen die Vorwürfe, diese Worte hätten einen „strafrechtlichen Bezug“, zurück.

VOR GERICHT

Höcke muss sich zudem in einem separaten Verfahren wegen Volksverhetzung aufgrund eines Telegram-Beitrags aus dem Jahr 2022 verantworten. Das Gericht in Mühlhausen hat für diesen Prozess noch keinen Termin festgelegt.

Der AfD-Landesverband Thüringen gilt als besonders radikal und wird vom deutschen Inlandsgeheimdienst als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft.

Höcke hatte das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. Ein Parteischiedsgericht hatte damals einen Antrag auf seinen Ausschluss abgelehnt.

Nationale Umfragen der letzten Monate zeigen, dass die AfD hinter der konservativen Opposition an zweiter Stelle liegt und die Partei insbesondere im Osten des Landes, dem ehemaligen kommunistischen Block, stark ist.


Nachrichtenquelle: 12punto

Deutschland AfD Anhörung Justiz Nazi