Finden Sie Nachrichten im folgenden Datumsbereich
und und
und und
und und
Löschen
Euro
Arrow
56,2640
Dollar
Arrow
48,4248
Pfund Sterling
Arrow
65,5017
Gold
Arrow
6969,5893
BIST 100
Arrow
14.012

Deutschland macht Russland offiziell für Drohnenangriff auf Flughafen Leipzig verantwortlich

Deutschland hat Russland offiziell für den Drohnenangriff verantwortlich gemacht, der sich im vergangenen Monat am Flughafen Leipzig ereignete. Die Bundesregierung bezeichnete den Vorfall als „gefährliche Handlung“ und als Teil der systematischen und koordinierten hybriden Angriffe Moskaus.

Überlass die Wahl deiner Nachrichten nicht dem Algorithmus - entscheide selbst, was du liest. Füge 12punto zu deinen bevorzugten Quellen hinzu!
Deutschland macht Russland offiziell für Drohnenangriff auf Flughafen Leipzig verantwortlich

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul hielten in Berlin eine Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Ermittlungen bezüglich des Drohnenangriffs am Flughafen Leipzig Anfang August ab. Auf der Pressekonferenz beschuldigten die deutschen Behörden erstmals klar und deutlich Russland im Zusammenhang mit dem Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flügel eines ukrainischen Antonov-Frachtflugzeugs, das am 4. August für Waffentransporte in die Ukraine genutzt wurde. Die Minister erklärten, alle Beweise deuteten darauf hin, dass das für den geplanten Angriff notwendige technische Wissen und die Ausrüstung von Russland bereitgestellt wurden und dass „niederrangige Agenten“ mit der Durchführung des Angriffs beauftragt worden seien.

Auf der Pressekonferenz kündigte Außenminister Wadephul eine Reihe von Sanktionen gegen Russland an und erklärte: „Wir werden auf diesen hybriden Angriff in Leipzig maßvoll, verhältnismäßig und zugleich entschlossen reagieren.“ Wadephul fügte hinzu: „Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind jeden Tag Ziel eines hybriden Krieges.“

Der deutsche Minister, der sein Bedauern über den äußerst schlechten Zustand der Beziehungen Berlins zu Moskau äußerte, sagte: „Russlands gefährliche Handlung ist Teil von Destabilisierung, Desinformation, Drohungen, Sabotage und Aggressionsversuchen.“

Wadephul teilte mit, dass der russische Botschafter zum Zeitpunkt der Erklärung ins Außenministerium einbestellt worden sei, um über die zu ergreifenden Maßnahmen informiert zu werden. Zudem kündigte Wadephul an, dass das russische Konsulat in Bonn in den kommenden Tagen geschlossen und das „Russische Haus“, eine russische Kultur- und Wissenschaftseinrichtung in Berlin, aus dem gemieteten Gebäude geräumt werde. Wadephul erklärte weiter, dass Deutschland den Druck auf die russische „Schattenflotte“ erhöhen werde, neue Sanktionslisten erstellt würden und die Grenzkontrollen für russische Staatsbürger, die nach Deutschland einreisen, verschärft würden.

Der deutsche Minister betonte zudem, dass die NATO und die europäischen Partner über die Ermittlungen zu dem Vorfall informiert worden seien und ein Konsens über die gegen Russland zu ergreifenden Schritte bestehe.

Russland bezeichnete die Vorwürfe als „absurde und grundlose Provokation“

Die russische Botschaft in Deutschland bezeichnete die Anschuldigungen, Russland sei für die Vorfälle am Flughafen Leipzig verantwortlich, als „absurde und grundlose Provokation“.

Die Botschaft argumentierte, dass diese Anschuldigungen der Ukraine, dem militaristischen Flügel der politischen Eliten in Europa und den Waffenherstellern nützen würden. In einer von der Botschaft veröffentlichten Erklärung hieß es: „Der russische Botschafter weist die von Berlin erhobenen Vorwürfe mit Nachdruck als grundlos, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend zurück.“

In der Erklärung wurde zudem betont: „Der Botschafter unterstrich, dass die von der deutschen Seite angekündigten Maßnahmen eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen darstellen und nicht ohne Folgen bleiben werden. Er erklärte zudem, dass die gesamte Verantwortung hierfür bei der Bundesregierung liege.“

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte hingegen, dass man auf die „Schritte Berlins gegen Russland“ reagieren werde.


Nachrichtenquelle: 12punto

Deutschland Leipzig Moskau Russland